Wie schaffen wir es, Rassismen und Kolonialisierung aus medialen Narrativen zu entfernen, ohne gleichzeitig nur in schwarz und weiß zu denken? Das ist eine der zentralen Fragen, mit denen sich das Human Rights Film Festival dieses Jahr beschäftigt. Wir sprechen mit Festival-Direktorin Anna Ramskogler-Witt darüber. Außerdem ist Cannes-Gewinner und Filmregisseur Ruben Östlund zu Gast.

Es ist das fünfte Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) und bereits das vierte mit Anna Ramskogler-Witt als Direktorin. Mit ihr sprechen wir über die Herausforderung eines Festivals, das sich seit Jahren dem Oberthema "Menschenrechtsverletzungen" und seinen vielfältigen Darstellungsformen widmet.

Filmfestival im Netz

Der Vorteil für alle Interessierten: Niemand muss dafür in Berlin vor Ort sein, denn der Großteil der Veranstaltungen wird gestreamt. Die Filme können dann gegen eine Gebühr, die Konferenzen und Diskussionsrunden kostenlos online besucht werden.

Zweite Goldene Palme für Ruben Östlund

Filmemacher Ruben Östlund ist ein Kunststück gelungen, das nicht viele schaffen: Er hat zwei Mal hintereinander mit seinen Filmen "The Square" (2017) und dieses Jahr mit "Triangle of Sadness" die Goldene Palme der Filmfestspiele in Cannes gewonnen. Wir haben ihn dort getroffen, mit ihm über den Erfolg und seinen neuen Film gesprochen, der diese Woche in den Kinos startet. Genau wie "Der Passfälscher" mit Schauspeiler Louis Hofmann (bekannt aus "Dark"), der die wahre und hoch spannende Geschichte des jüdischen Grafikers Samson Cioma Schönhaus mitten im Zweiten Weltkrieg erzählt.

In unserem Bild zeigen wir einen Filmausschnitt aus "The Chocolate War" (Dänemark | 2022), der Film wird im Rahmen des HRFFB gezeigt und vom 13.10. bis zum 31.10.2022 im Stream, am 19.10 im Sputnik Kino am Südstern und am 23.10. im ACUDkino zu sehen sein.