Gesichtsmasken gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: Hier erfahrt ihr, welche Art von Mund-Nasen-Schutz wie schützt und welche Vor- und Nachteile er hat.

Von der selbst genähten Community-Maske über die grünliche oder bläuliche OP-Maske bis hin zu den FFP-Masken der verschiedenen Kategorien - inzwischen gibt es alle wieder zu kaufen. Egal ob Kiosk, Einzelhandel, Apotheke oder natürlich auch online, wer Nachschub braucht, wird sofort fündig.

Die Preise können variieren, je nach Anbieter und natürlich dem Typ des Mund-Nasen-Schutzes. Gelegentlich gibt es einen medizinischen Gesichtsschutz schon für einen Euro. Für den Fünferpack FFP3-Masken aus dem Netz können dagegen auch mal circa 65 Euro fällig werden.

"Schutz mit einer Stoffmaske für dich selbst entsteht vor allem dann, wenn alle oder zumindest viele Leute so einen Mund-Nasen-Schutz tragen – das ist ein großes Experiment in Solidarität."
Sophie Stigler, Deutschlandfunk Nova

Unsere Reporterin Sophie Stigler hat sich die verschiedenen Varianten angesehen - von der selbst genähten Community-Maske, über die medizinischen OP-Masken, bis hin zu FFP-Masken der unterschiedlichen Kategorien. Sie erklärt, wie die Masken schützen und welche Vor- und Nachteile sie jeweils haben.

Stoffmasken, Alltags- oder Community-Masken

Viele von uns tragen bei Einkaufen oder in der Straßenbahn waschbare und daher wiederverwendbare Stoffmasken. Je nach Geschick selbst genäht oder gekauft.

  • Sie bestehen in der Regel aus mehreren Lagen Stoff
  • Am besten mit einer austauschbaren Extra-Einlage innen
  • Sie schützen im Prinzip genauso wie die bläulichen OP-Masken
  • Wenn wir niesen, husten oder sprechen, halten sie einen Teil der größeren Tröpfchen zurück
  • Kleinere Tröpfchen, sogenannte Aerosole, werden gebremst und fliegen nicht so weit wie ohne Maske

Wie gut die Alltagsmasken aus Stoff schützen, kann sehr unterschiedlich ausfallen: Zum einen hängt es davon ab, wie viele Stofflagen ein Mund-Nasen-Schutz hat und wie gut er auf unserem Gesicht aufliegt.

Mit diesen Community-Masken schützen wir vor allem die anderen, aber nicht unbedingt uns selbst. Schutz für uns selbst entsteht vor allem dann, wenn alle oder zumindest viele Leute einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ein positiver Nebeneffekt der Gesichtsmasken: Wir fassen uns selbst nicht so oft an Nase oder Mund und schützen uns dadurch zusätzlich.

FFP-Masken- die professionellen Atemschutzmasken

Die Abkürzung steht für Filtering Face Piece, das bedeutet übersetzt in etwa Filtergesichtsteil. Diese Masken gibt es in den Varianten FFP 1 bis 3 – je höher die Zahl, desto besser der Schutz.

Viren werden ab Kategorie 2 herausgefiltert. Daher empfiehlt das Robert-Koch-Institut für Krankenhauspersonal mindestens FFP-2-Masken. Bei Patienten mit Verdacht auf Covid-19 rät das Institut, FFP-3-Gesichtsmasken zu verwenden.

  • Sie halten einen größeren Anteil von Krankheitserregern auf als andere Masken
  • Sie bieten den besten Schutz, wenn sie richtig getragen werden, das heißt: Bei FFP-Masken immer darauf achten, dass sie wirklich bündig und dicht sitzen.
  • Wenn die Masken feucht werden, geht ihre Filterleistung zurück
  • Sie kosten in der Regel pro Stück 3 bis 10 Euro

Ein Nachteil dieser Masken: Bei FFP-Masken ist der Atemwiderstand höher – deswegen ist es anstrengender, sie über eine längere Dauer zu tragen. Und auch etwas unangenehmer, weil Trägerinnen und Träger oft stärker unter ihnen schwitzen.

"Luft geht ja immer Weg des geringsten Widerstands – wenn meine Maske an der Seite nicht fest am Gesicht anliegt, dann wird die Atemluft da eingezogen, und zwar ungefiltert."
Sophie Stigler, Deutschlandfunk Nova

Die unsozialere Variante – FFP-Masken mit Ventil

FFP-Masken gibt es auch mit einem Ventil. Mit diesen Masken fällt das Atmen leichter, allerdings schützt das die Menschen in unserer näheren Umgebung nicht. Denn das Ventil gibt die eigene Atemluft in der Regel ungefiltert nach außen ab. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat deshalb verlauten lassen, dass diese Atemmasken nicht dabei helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen.

Für Menschen, die zur Risikogruppe gehören, geeignet

Ein mögliches Szenario: Wir wollen jemanden besuchen, die oder der ein erhöhtes Risiko hat, sollte sie an Covid-19 erkranken - die eigene Oma zum Beispiel.

Dann empfiehlt es sich, mindestens eine Alltagsmaske zu tragen. Außerdem ausreichend Abstand halten, Hände regelmäßig waschen und dafür sorgen, dass der Raum, in dem das Treffen stattfindet, gut belüftet ist.

Unserer Oma könnten wir dann zusätzlich eine FFP-2-Maske mitbringen oder - in diesem speziellen Fall - ausnahmsweise sogar eine FFP-3-Maske mit Ventil, um ihr das Atmen zu erleichtern.