Hyperloops klingt immer noch ein wenig nach Science Fiction. Aber in ein paar Jahren könnten sie wirklich als Transportmittel genutzt werden.

Auf den ersten Blick scheinen die Hyperloops eine fast wahnsinnige Idee von Erfinder und Multimilliardär Elon Musk zu sein: Mit dem Röhren-Transport-System Hyperloop sollen in einer Transportkapsel Geschwindigkeiten um die 1000 Kilometer pro Stunde erreicht werden. Als Idee ist das schon spannend, die perfekte Science-Fiction-Erfindung. Doch sie könnte in wenigen Jahren Realität werden.

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Allerdings dürften wir uns vorerst nicht selbst in die Röhre setzen und uns innerhalb von einer Stunde in den Mittelmeerurlaub und wieder zurück katapultieren. Die Hyperloop-Zukunft wird mit dem Warentransport  beginnen. "Das ist allein schon wegen der Sicherheitsanforderungen deutlich einfacher", erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Konstantin Köhler. Die Transportkapseln könnten so auf Komfort, Licht, Klimaanlagen und so weiter verzichten.

Fische in Höchstgeschwindigkeit

Vor allem die Norweger liebäugeln gerade mit dem Hyperloop als Transportmittel: Eine Forschungseinrichtung hat eine Prototypanlage vorgeschlagen, mit der Fisch transportiert werden soll. Norwegen hat viele Fischzuchtanlagen, der Fisch muss mühsam mit Lastern durch das zerklüftete Land geschafft werden. Ein Fisch-Hyperloop wäre da eine interessante Alternative.

Hyperloop-Teststrecken entstehen schon

Aber auch anderswo werden Teststrecken und Projektpläne aufgebaut: Bei Toulouse in Frankreich wird etwa eine ein paar hundert Meter lange Teststrecke errichtet und in Los Angeles ist zumindest der Rohbau eines ersten Tunnels fast fertig gestellt. "Dort sollen demnächst Menschen, Fahrräder und Autos von der Innenstadt zum Flughafen transportiert werden", sagt Konstantin Köhler.

Ein flächendeckendes Transportsystem via Hyperloop dürfte in Europa allerdings erstmal schwierig bleiben: Die Städte sind bereits weitgehend zugebaut, es wäre eine komplett neue Infrastruktur mit speziellen Bahnhöfen und den Röhren selbst notwendig. Und Röhren, die über der Erde die Landschaft zerschneiden würden, hätten in Deutschland vermutlich zahlreiche Gegner, spekuliert der Automobil-Journalist Don Dahlmann.

"Eine Strecke von München nach Rom, wo auch noch die Alpen im Weg sind, nee, das wird wahrscheinlich nie etwas. Zu wenig Platz, zu schwierig."
Konstantin Köhler, Deutschlandfunk Nova

Auf anderen Kontinenten sind die Voraussetzungen für Hyperloops schon sehr viel besser. Zum Beispiel in Nordamerika, in Australien oder Afrika. "Aber dann vermutlich oberirdisch", vermutet Konstantin Köhler, "zumindest dann, wenn das ganze Projekt irgendwann auch mal rentabel werden soll".

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