Vom 21.-31.01.2016 läuft in Park City im US-Bundesstaat Utah das Sundance Festival. Es ist bekannt für seinen Schwerpunkt auf oft unabhängigen Filmproduktionen aus den USA und dem Rest der Welt.

Das Besondere am Sundance: Es findet nicht in einer Filmmetropole wie L.A. oder New York statt, sondern in der Pampa. Der Schauspieler Robert Redford hatte das Festival 1981 ins Leben gerufen. Was klein anfing, ist inzwischen wichtig geworden - auch, was die Förderung von Frauen und Minderheiten vor und hinter der Kamera angeht.

"2016 werden auffallend viele Frauengeschichten zu sehen sein. Und Filme, in denen Frauen die Hauptrolle spielen, Regie führen und die Kamera bedienen."
Nicole Markwald, Reporterin in Park City

​Vielfalt ist das große Thema

Robert Redford bezeichnet "diversity" und "independence" als "Label der USA" - daher sei es so wichtig, diese Ausrichtung auch beim Sundance Fest beizubehalten: Locker bleiben, sich für alles öffnen, in alle möglichen Richtungen schauen. Auch Filme von und mit schwarzen Regisseuren und Schauspielern wird es natürlich geben - interessant vor allem, wenn man die Diskussion um #oscarssowhite bedenkt.

"Man konzentriert sich jetzt aber auch nicht auf schwarze Geschichten, sondern erzählt Geschichten aus der ganzen Welt. Es wird sehr bunt werden."
Nicole Markwald

Die Besucher dürfen sich auf ungewöhnliche Themen freuen – aus Mexiko, Israel, der West Bank, der Mongolei. Nicole Markwald freut sich auf Spike Lees Dokumentarfilm über die Anfänge der Karriere von Michael Jackson. Auch deutsche Produktionen sind gut vertreten: "Wild – eine Liebesgeschichte von animalischer Radikalität" von Nicolette Krebitz zum Beispiel. Oder "Lo and Behold: Reveries of the Connected World", eine Weltpremiere von Werner Herzog, in dem er sich mit dem Internet und künstlicher Intelligenz beschäftigt.

Alle Film in der Übersicht findet ihr hier.