Unser Indien-Korrespondent Jürgen Webermann sieht nicht an jeder Ecke Menschen, die Yoga machen - auch wenn es immer präsent ist.

Ähnlich wie bei uns, sind es Leute, die die ersten Gebrechen haben, die Yoga dazu nutzen, um wieder fit zu werden und für einige ist es auch ganz klar die Suche nach Spiritualität. Viele gehen zum Beispiel auch in einen Ashram, um dort Antworten auf ihre großen Fragen des Lebens zu finden.

"Jeder hat hier so seinen Guru, das kann ein Halbgott sein, das kann ein Normalsterblicher sein und das kann auch ein Yogalehrer sein, den man anhimmelt."
Jürgen Webermann, Indien-Korrespondent

Jürgen Webermann hat auch ein Ashram besucht, in dem zwischen 2000 und 3000 Menschen zusammen Yoga machen, meditieren und über wichtige Dinge des Lebens sprechen. Ihm ist dabei aufgefallen, dass die indischen Yogis bei ihren Fragen und Antworten auch viel gelacht haben. Für ihn liegt darin ein großer Unterschied zum Yoga, das Menschen aus dem Westen praktizieren, die es oft wesentlich ernster nähmen, als die Inder selber.

"Ich glaube, ein paar Inder haben sich gewundert, dass die westlichen Menschen mehr so ihr eigenes Ding gemacht haben und nicht das, was alle machen. Das kennt man in Indien nicht."
Jürgen Webermann, Indien-Korrespondent