Bloggerinnen, Models, Gamer: Influencer sind Leute mit einer gewissen Bekanntheit in den sozialen Netzwerken und einer großen Anzahl von Followern. Auf ihren Social-Media-Kanälen vermarkten und promoten sie große Marken und verdienen, wenn es gut läuft, eine ganze Menge Geld damit.

Auf Instagram und Youtube zählen sie zu den einflussreichsten Menschen Deutschlands: Gronkh - bekannt für Let's-Play-Videos - und die Beauty-Vloggerin Bibi. Beide haben rund 4,5 Millionen Abonnenten bei Youtube. 

Mit ihrer hohen Zahl an Followern sind sie für Unternehmen interessant, die in den sozialen Netzwerken nach neuen Zielgruppen suchen. Denn als Influencer können sie durch die Marken, die sie promoten, Einfluss auf die Kaufentscheidungen ihrer Follower nehmen. 

"Ein ganz großer Vorteil ist natürlich die Community, die hinter diesen Influencern steht. Die Influencer stehen ja auch dafür ein, dass sie eine Community betreuen und mit dieser auch kommunizieren."
73.6k Likes, 786 Comments - Gronkh (@gronkh) on Instagram: "IT Gurl-Mirror-Duckface-Instagram-Selfie feat. Duschwasserflecken 😘🌹💦🐛 #WokeUpLikeThis..."
IT Gurl-Mirror-Duckface-Instagram-Selfie feat. Duschwasserflecken 😘🌹💦🐛 #WokeUpLikeThis #GirlzRuleBoyzDrool 💋

Problematisch ist das Werben und Vermarkten in den sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook, wenn die Posts nicht mit einem #gesponsort oder #werbung kenntlich gemacht werden. 

Viele Blogger, die beispielsweise ohne ein Management arbeiten, kennen oft die rechtlichen Grundlagen nicht. Sie begehen Rechtsbrüche aus Unkenntnis, nicht wissend, dass Schleichwerbung und unlauterer Wettbewerb angezeigt werden können. 

Beispielsweise haben die Comedy-Youtuber Y-Titty in einem ihrer Videos ein Samsung-Smartphone angepriesen – es aber nicht als Werbung gekennzeichnet. Später kam heraus, dass Samsung das Ganze gesponsort hatte.

Es sind auch schon Fälle bekannt geworden, in der die Auftraggeber die Influencer darum gebeten haben, nicht zu kennzeichnen, dass es sich um Marketing handelt. Auf den User kann das den Eindruck machen, dass dieser Blogger das Produkt nutzt, ohne dass er dafür bezahlt wurde. 

Grundregeln von Marketing und Werbung

Jetzt haben sich ein paar Agenturen, die mit Influencern kooperieren, zusammengeschlossen, um den Bundesverband Influencer Marketing zu gründen. 

Der möchte gemeinsam mit den Landesmedienanstalten Empfehlungen für Marketing und Werbung in den sozialen Medien entwerfen. Und beispielsweise kontrollieren, ob die Kennzeichnungspflicht bei Postings eingehalten wird.