Als Kind hatte Dennis Klein Angst vor Menschen mit Behinderung. Als Erwachsener reist er in 23 Länder und will wissen: Wie sieht das Leben von Menschen mit Behinderung in anderen Teilen der Welt aus? Und wie können sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen? Herausgekommen ist der Dokumentarfilm "Menschsein".

Sehr häufig fällt es Menschen mit Behinderung schwer, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Der Lehrer Dennis Klein hatte das bereits während seines Zivildiensts in einem Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung gemerkt. Während seines Studiums nahm er an einer inklusiven Kinder- und Jugendfreizeit teil und der Eindruck verfestigte sich.

"Während ich mir darüber Gedanken mache, wie ich meine nächste Reise plane, ist für einen Freund von mir erheblich: Wie komme ich nachher aufs Klo?"
Dennis Klein blickt auf seine Kamera.
© Dennis Klein
Mit seiner Kamera im Gepäck ist Dennis Klein durch 23 Länder gereist.

Dennis lässt die Frage nicht los, warum er ein selbstbestimmtes Leben führen darf - und sein Freund im Rollstuhl nicht. Und er will wissen, wie das in anderen Ländern aussieht. 2013 begibt sich Dennis Klein auf eine besondere Reise. 405 Tage ist er unterwegs, reist durch 23 Länder und trifft Menschen, die mit einer Behinderung leben.

Was hat Menschsein mit Behinderung zu tun?

Im Gepäck hat er seine Kamera und jede Menge Fragen: Wer sind wir füreinander? Was macht uns zu Menschen? Und: Warum behandeln wir uns unterschiedlich? Sie führen ihn durch Süd- und Mittelamerika, nach Indien und bis in die Berge Nepals.

Dennis Klein und sein Film menschsein
© Dennis Klein
In Indien trifft Dennis Klein Physiotherapeutin Shruti und Sonali, die mit Zerebralparese lebt.

Die Begegnungen, die er auf der Reise macht, hält er auf Video fest. Sein Ziel ist eine kleine Reportage, am Ende wird es ein ganzer Film. Mit "Menschsein" will er die Geschichten teilen und seinen Teil dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung nicht mehr ausgeschlossen werden.