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Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) wird heute (7.09.2021) von Angela Merkel in München eröffnet. Seit 1992 fand die Messe in Hannover und Frankfurt statt. Die IAA hat aber nicht nur einen neuen Standort. In Zukunft stehen Autos nicht mehr im Mittelpunkt.

Es ist die achte IAA, die Angela Merkel in ihrer Amtszeit eröffnet. Neu in diesem Jahr: Die Messe findet nicht mehr in Hannover, sondern in München statt. Mit dem Standortwechsel hat sich auch das Konzept der IAA verändert. Unter dem Motto ‚What will move us next‘ präsentieren sich neben Autoherstellern auch Fahrradhersteller zum Thema Mobilitätslösungen.

Deutschlandfunk-Nova-Reporter Stephan Lina stellt fest, dass Besucher der IAA einige Meter zurücklegen müssen, bis sie ein Auto entdecken.

"Das erste Auto, das ich auf der IAA gesehen habe, ist ein elektrisches Auto. BMW hat gestern ein Fahrzeug präsentiert, das komplett aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus Recyclingmaterial besteht."
Stephan Lina, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Diese Strategie wollen Autohersteller zukünftig verfolgen, erklärt Reporter Stephan Lina. Daher sehe man Verbrenner auf der Messe gar nicht.

Proteste von Klimaschützer*innen

Klimaschützer*innen kündigten Proteste gegen die Autobranche an. Was da in den nächsten Tagen genau geplant sei, sei jedoch nicht vorauszusagen. "Das ist so eine Art Wundertüte. Am Wochenende werden eine große Fahrraddemo und eine große Fahrradsternfahrt erwartet", berichtet Stephan Lina.

Deutschlandfunk-Nova-Reporter Stephan Lina hat bei dieser IAA aber einen ganz anderen Höhepunkt als die Mobilitätslösungen ausgemacht: den persönlichen Austausch mit Kolleg*innen. Über Teams, Zoom oder per Telefon sei das nur schwer möglich. Es sei toll, sich mal wieder mit anderen Menschen, denen man auf der Messe auch zufällig über den Weg läuft, auszutauschen.

"Der persönliche Austausch ist ein ganz wichtiges Thema auf der Messe. Es werden ja nicht nur Neuheiten gezeigt, es finden auch Kongresse statt und man tauscht sich aus."
Stephan Lina, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Der persönliche Austausch habe auch branchenintern Vielen gefehlt. Gerade die Autoindustrie befinde sich im Moment in einem gewaltigen Umbruch, so Stephan Lina.

Ohne Hygienevorschriften geht es nicht

Dass die Messe nur mit Corona-Hygienevorschriften stattfinden kann, versteht sich nach mehr als einem Jahr Pandemie fast von selbst. Stephan Lina berichtet: "Natürlich gibt es Desinfektionsstationen auf dem Gelände. Daran haben wir uns mittlerweile ja gewöhnt." Auf dem Gelände gelte das 3-G-Konzept: 'getestet, genesen oder geimpft.'

"Die Besucherzahl in den Messehallen ist limitiert. Das wird auch am Wochenende so sein, wenn für das breite Publikum geöffnet wird. Man wird sich nicht wie auf dem Münchner Oktoberfest drängeln."
Stephan Lina, Deutschlandfunk-Nova-Reporter