Nichts ist im Kino ärgerlicher, als wenn ein Film einfach nicht funktioniert, weil er zu platt getextet, zu unlogisch erzählt oder zu übertrieben gespielt wurde. Es sei denn, genau das ist die Absicht: einen B-Movie oder Trash-Film zu produzieren, der seine Geschichte auf der Meta-Ebene erzählt. So wie "Iron Sky", von dem jetzt der zweite Teil in die Kinos kommt. Wir sprechen mit Hauptdarstellerin Julia Dietze über das absichtliche Herstellen von Kino-Schrott.

Zur Erinnerung: "Iron Sky" war die Geschichte einer Verschwörungstheorie, der zufolge die Nazis nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf die dunkle Seite des Mondes geflohen waren, um von dort aus erneut die Weltherrschaft anzustreben. Die Sache ging gehörig schief, die Erdoberfläche wurde vollständig zerbombt.

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20 Jahre nach der Handlung des ersten Teils geht es im zweiten Teil weiter: Die letzten Menschen sind demnach auf die Mondbasis der Nazis geflohen und leben nun in deren Ruinen. Bis Wolfgang Körzfleisch (Udo Kier) - der Bruder von Zombie-Hitler (Udo Kier) - dort oben auftaucht, und in der Erinnerung von einem Paradies berichtet, in dem Zombie-Hitler den heiligen Gral mit einer Dinosaurier-Armee bewacht.

Auch neu im Kino: "Die Goldfische"

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Auch neu im Kino ist die Komödie "Die Goldfische", in der Tom Schilling, Birgit Minichmayr und Axel Stein Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen spielen. An ihrer Seite die tatsächlich mit Trisomie 21 geborene Schauspielerin Luisa Wöllisch, die eine junge Frau mit Downsyndrom spielt, flankiert von Jella Haase und Kida Ramadan als überforderte Betreuer der Gruppe. Schwieriges Metier, gerade als Komödie oft der Gefahr ausgeliefert, sich unfreiwillig über Behinderungen lustig zu machen. Doch das passiert hier nicht ein einziges Mal, meint Deutschlandfunk-Nova-Filmjournalist Tom Westerholt. Alle Schauspieler seien mit traumwandlerischer Sicherheit in ihren Rollen unterwegs, sagt er. Mit Schauspieler Tom Schilling sprechen wir über die gelungene Gratwanderung.

Horror mit "Wir", Thrill mit "Free Solo"

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Außerdem als Tipp für die aktuelle Kinowoche: "Wir", der Horror-Nachfolger vom letztjährigen Drehbuch-Oscar-Gewinner Jordan Peele ("Get Out"). Eine schwarze Familie wird plötzlich von einer anderen - ebenfalls vierköpfigen aber vermummten - Familie heimgesucht. Die Parallelen zwischen den Beteiligten sind wortwörtlich beängstigend. "Wir" ist ein krasser Psycho-Horror für schreckfeste Zuschauer, sagt Filmjournalist Tom Westerholt. 

Ähnlich gelte das auch für "Free Solo", die herausragende, Oscar-prämierte Sport-Doku von Jimmy Chin. "Ein von Anfang bis Ende mitreißender Dokumentarfilm über den Free-Solo-Kletterer Alex Honnold und dessen völlig ungesicherte, alleinige Vertikal-Besteigung der berühmten Felswand El Capitan", meint Tom Westerholt.