Nora Freitag wollte eigentlich nur ein halbes Jahr in der Türkei studieren. Aber dann blieb sie doch etwas länger – und hat sich mittlerweile einen Traum erfüllt: Sie hat zusammen mit Freunden ein kollektiv betriebenes Café eröffnet.

Seit knapp drei Monaten gibt es im Komsu Kafe fair gehandelten Kaffee und hausgemachtes Essen. Das Kollektiv will es schaffen, in Istanbul ein alternatives ökonomisches Modell umzusetzen – und einen offenen Raum frei von jeder Diskriminierung zu bieten.

"Ich glaube, diese Neugier und dieses Interesse daran, andere Ideen und andere Projekte kennenzulernen und sich informieren zu wollen, wie andere Leute sich organisieren, das hat zu tun mit der Energie momentan in der Stadt."
Nora Freitag

So ein alternatives Café könnte man zwar auch locker in Berlin aufmachen, meint Nora. Aber die türkische Hauptstadt ist ihrer Meinung nach auch sehr gut geeignet für ein solches kollektives Projekt. Und überhaupt findet Nora Istanbul auch nach fast zwei Jahren immer noch sehr spannend.

"Das ist ne total verrückte Stadt. Die ist total super chaotisch, super spannend, super anstrengend. Man kann alles finden in dieser Stadt, was man finden will – und noch viel mehr. Und gleichzeitig muss man sich schon seine Räume suchen, in denen man auch mal zur Ruhe kommt."
Nora Freitag

Wie lange Nora noch in Istanbul bleibt, weiß sie nicht. Sie hat sich überlegt, über die Zukunft nicht mehr so viele Gedanken zu verlieren. Erstmal will sie sich zusammen mit ihren Kollegen weiter um das Café kümmern – und das Leben in Istanbul weiter genießen. Kann man verstehen...