100.000 Gäste kamen ins Nationalstadion Kokuritsu Kyogijo in Tokyo. Die Regierung hatte zur Japans Night eingeladen. Viel Polytechnik, viele Bands. Japan bastelt am eigenen Image.

Die Japan Night war aufwendig und bombastisch - mit über 100.000 Zuschauern im Nationalstadion, dem Kokuritsu Kyogijo, in Tokyo. Ende Mai ging die perfekt inszenierte Show mit viel Pyrotechnik und visuellem Schnickschnack über die Bühne. Auch Japans Prominenz war anwesend, sogar die kaiserliche Familie.

Und es gab zahlreiche Bands. Unter anderem Perfume und L'Arc-en-ciel, die einem Insider-Publikum durchaus bekannt sind. Viele andere Bands sind im Ausland eher unbekannt, aber echte Superstars zu Hause - mit Umsätzen, von denen deutsche Musiker nur träumen können.

Das perfekt inszenierte Pop-Theater wollte aber nicht nur unterhalten. Dahinter steckte die japanische Regierung, die ihr Image aufbessern möchte. Nach Fukushima und der anhaltenden Stagnation der Wirtschaft sowie Streit mit den Nachbarn Süd-Korea und China ist etwas mehr Popularität durchaus wichtig. Auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele, die 2020 in Japan stattfinden.

Japan Night soll nicht nur die Japaner für ihr Land begeistern. Der Event soll durch die Welt touren und vielleicht auch Station in Berlin oder Düsseldorf machen. In Düsseldorf lebt immerhin die zweitgrößte japanische Gemeinde in Europa.