Die Superheldenfilme von Marvel sind super. Meistens jedenfalls. Aber DC Comics hat den Dreh raus: Nach "Wonder Woman" zeigt jetzt auch DCs "Aquaman", wie richtig gute Superheldenfilme aussehen sollen.

"Aquaman ist scheiße!" Jeder Fan der Serie "The Big Bang Theory" kennt diesen Spruch: Wenn die Nerds sich als DC Helden verkleiden, bleibt für Radjesh immer nur "Aquaman" übrig, sein genervter Standardspruch: "Aquaman ist scheiße!" Der verschmähte Unterwasser-Superheld kommt nun mit seinem ersten Kino-Abenteuer raus und wir stellen fest: Die Big-Bang-Theory-Nerds haben keine Ahnung!

Aquaman ist wie Thor, aber anders

Denn "Aquaman" ist nach "Wonder Woman" der nächste Beweis, dass auch aus DC Comics richtig gute Superheldenfilme werden können - und eben nicht nur aus den Marvel-Vorlagen. "Aquaman" ist ein bisschen wie "Thor", auch der Wasserheld hat einen bösen Bruder, auch er wandelt zwischen den Welten, also an Land und eben unter Wasser. Abgekupfert von "Thor" wirken Story und Figur dennoch nicht.  

Eine Szene aus dem Film "Aquaman" mit Jason Momoa und Amber Heard als Mera.
© imago | Prod.DB
Jason Momoa ist Aquaman, Amber Heard ist Mera.

Aquaman ist rotziger, rau wie die See. Er säuft, beleidigt, hat grundsätzlich wenig göttliches an sich. Er ist an Land unter Fischern aufgewachsen. Erst als Atlantis einen vernichtenden Krieg gegen die Menschen an Land plant, entschließt er sich, seiner zweiten Herkunft einen Besuch abzustatten. 

Die Unterwasser-Action wurde von Regisseur James Wan toll umgesetzt und an die andersartige Beschaffenheit angepasst, inklusiv sich permanent wie unter Wasser wiegender CGI-Haare, da wurde nicht geschlampt. 

Am Ende ist dann aber doch nicht alles super bei Aquaman. Denn Anna Wollner hat den Aquaman-Darsteller getroffen - und Jason Momoa zeigte sich leider wenig heldenhaft im Interview für Eine Stunde Film.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Ansonsten neu im Kino: Zum einen die Neuauflage des Disney-Klassikers "Mary Poppins", 54 Jahre nach dem Original. Mit Emily Blunt in der Hauptrolle als am Regenschirm danieder schwebendes Kindermädchen, sehr bildlich, sinnlich, abenteuerlich erzählt. Allerdings auch mit viel Gesang und noch mehr Zuckerguss über der eh schon recht übersüßten Geschichte. Das muss man mögen. 

Liebslingstransformer mit Solo-Auftritt

Zum anderen startet "Bumblebee", das erste Transformers-Spin-Off über einen der beliebtesten Autobots der Reihe. Roboter-Alien Bumblebee hat sein Gedächtnis verloren und lebt als schrottiger, gelber VW-Käfer in den USA. Bis er von der jungen Chalie Watson (Hailee Steinfeld) gefunden wird und das Abenteuer seinen Lauf nimmt. 

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

An sich ist das ein schön erzähltes und auch stimmiges Prequel-Spin-Off, wenn nur nicht sämtliche, männliche Darsteller totale Vollpfosten wären. Hier schießt Gender-Equality á la Holylwood übers Ziel hinaus, denn dass alle Männer totale Spacken sind, wertet die Hauptdarstellerin nicht etwa auf, sondern leider ab. Neben Volltrotteln kann schließlich jeder glänzen und Hailee Steinfeld, die die Hauptrolle mühelos toll spielt, hätte ebenbürtigeres verdient.