1985 werden Nancy und Derek Haysom in Virginia, USA, ermordet. Der Verdacht fällt auf die Tochter Elizabeth Haysom und ihren Freund Jens Söring, den Sohn eines deutschen Diplomaten. Als das Paar erst flieht und dann ein Jahr nach der Tat in England gefasst wird, gestehen erst beide den Mord, dann widerrufen beide. Seitdem sagt Jens Söring, dass er damals gestanden hat, um seine große Liebe Elizabeth vor dem elektrischen Stuhl zu retten. Er wird in den USA zu zweimal Lebenslänglich verurteilt. Seit 31 Jahren sitzt er in Haft, obwohl immer mehr Fakten für seine  Version sprechen. Die SZ-Reporterin Karin Steinberger erzählt seine Geschichte.

Die Journalistin Karin Steinberger, die uns Jens Sörings Geschichte erzählt hat, hat ihn 2005 zum ersten mal getroffen. Seitdem hat sie ihn viele Male im Gefängnis  besucht und über ihn in der Süddeutschen Zeitung geschrieben. In ihrem Büro liegen stapelweise Briefe von Jens Söring. Mehrere Jahre hat sie zusammen mit Marcus Vetter den Film "Das Versprechen" gedreht. Es ist eine Dokumentation, die den vielen Ungereimtheiten und Verfahrensfehlern des Falles nachspürt. Am Ende bleibt die Frage: Ist Jens Söring wirklich schuldig, ohne jeden Zweifel?