Wer hat Angst vor Skype und Zoom? Karriereberaterin Silke jedenfalls nicht. Sie gibt Tipps, wie wir es durch das Bewerbungsgespräch im Videocall schaffen.

LED-Licht, Webcam, Action: Das Bewerbungsgespräch gilt als entscheidender Teil in der Bewerbungsphase. Gleichzeitig stehen wir angesichts unserer Wunscharbeitgeber häufig unter Druck und sind aufgeregt. Die Pandemie scheint jene Stressfaktoren noch verstärkt zu haben. Denn von nun an haben wir nicht nur mit der Chefetage oder den Personalern, sondern auch noch mit Verbindungsschwierigkeiten zu kämpfen.

Eine, die weiß, wie wir wegen Skype und Zoom nicht direkt in Panik geraten, ist Silke Koppitz. Sie ist Karriereberaterin und erklärt, worauf wir beim Vorstellungsgespräch im Netz achten sollten.

"Am besten du guckst bei deinen Antworten direkt in die Kamera, dann haben deine Gesprächspartner das Gefühl, dass du sie direkt anguckst."
Silke Koppitz, Karriereberaterin

Um sich daran zu erinnern, kann man sich laut Silke ein Post-it mit einem Smiley oder einem Pfeil neben die Kamera kleben. Die größte Herausforderung sieht die Karriereexpertin in der technischen Vorbereitung der Gespräche. Doch auch was sich bei uns im Hintergrund abspielt, ist für unseren Gegenüber von hoher Relevanz.

"Deine Visitenkarte ist nicht mehr nur dein Aussehen und Lächeln"

"Es kommt darauf an, welches Bild du von dir vermitteln willst", meint Silke im Gespräch. Dabei dürfe der Hintergrund auch gern eine neutrale Wand sein. "Es gibt Gespräche, die gehen in die Hose, wenn man im Kinderzimmer sitzt oder ein Hintergrund hat, der sich nicht für ein professionelles Gespräch eignet." Dass sich da nicht jeder daran hält, weiß Silke aus Erfahrung aber auch.

"Eine Klientin hat sich viel Mühe gegeben und extra ihr Zimmer neudekoriert. Dann ist wie in einer schlechten Komödie das Poster von der Wand abgegangen."
Silke Koppitz, Karriereberaterin

Und wie kommt man da wieder heil raus? "Ich empfehle, es mit Humor zu nehmen, kurz anzusprechen, dann haben alle einmal drüber gelacht und man kann das Thema dann zur Seite packen."

Lifehack: Das Heimspiel nutzen

Einen positiven Ausblick gibt es neben der Situationskomik dann aber auch noch. Laut Silke hat der Videocall nämlich organisatorische Vorteile für Bewerber. Weil wir uns in unserem eigenen, vertrauten Umfeld befinden, können wir uns zu Hause vorher ohne große Hektik mental und physisch auf das Gespräch vorbereiten.

"Man hat nicht den langen Anfahrtsweg, man hat nicht den Stress, dass man im Stau steht, die Bahnen nicht kommen oder man das Büro nicht findet." Und noch besser: Auch Spicken ist von jetzt an erlaubt. Dafür einfach vor dem Gespräch Zettel im nicht sichtbaren Bereich des Videocalls platzieren und mit wichtigen Notizen versehen.

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