Wer gut im Job sein will, braucht was? Genau: Gute Eigenschaften, also Softskills. Die Netzwerk-Plattform Linkedin hat 660 Millionen Mitglieder und 20 Millionen Jobs analysiert und daraus eine Top-Fünf-Liste der Softskills ermittelt.

Die Liste der Top-Fünf-Softskills für 2020 resultiert aus einer Analyse von 660 Millionen Linkedin-Mitgliedern und 20 Millionen Jobs. Und das ist dabei herausgekommen. Ihr braucht:

  1. Teamfähigkeit
  2. Zeitmanagement
  3. Anpassungsfähigkeit
  4. Kreativität
  5. Emotionale Intelligenz

Die aufgeführten Softskills klingen zwar gut, sagen aber zunächst nicht viel aus. Welche Eigenschaften stecken hinter den Schlagwörtern?

Mit Kreativität zum Beispiel wird nicht gemeint sein, dass ihr schöne bunte Bilder malen könnt. Vielmehr geht es darum, ob ihr in der Lage seid, Aufgaben anders zu lösen, als es in der Vergangenheit gemacht wurde.

Kreativität heißt: Neue Wege suchen

Ilka Krüger ist Geschäftsführerin bei der Unternehmensberatung Bröker und Partner in Hamburg und kann gut einschätzen, was mit den Softskills gemeint ist. Sie sagt, wir müssen im Job künftig immer häufiger beweisen, dass wir alte Muster aufbrechen und uns neue Wege und Lösungsstrategien überlegen können.

"Bin ich in der Lage und habe auch eine Vorgehensweise im Kopf, wie ich auf etwas Neues komme?"

Wer sich jetzt nicht als besonders kreativ einstuft: Kein Problem, sagt Ilka Krüger. Die meisten Softskills sind Methodik, die man lernen könne: "Welche Kreativitätsmethoden gibt es, welche Möglichkeiten der Teamentwicklung und des Zeitmanagements? Das ist Frage des Trainings und der Übung."

Softskills: Unternehmen bieten oft Workshops

Tatsächlich bieten viele Unternehmen Trainings und Workshops für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, wie sie sich zum Beispiel ein besseres Zeitmanagement aneignen können. Zeitmanagement ist ja auf Platz zwei der Liste. Da hättet ihr schon mal eine wichtige Sache erledigt.

Laut Ilka Krüger geht es beim Zeitmanagement zur Zeit noch viel um Kalenderplanung und das Thema "Nein-Sagen". Sie gibt aber auch zu bedenken, dass das Arbeitsleben heute nicht mehr nach festen Abläufen und starren Terminvorgaben funktioniert.

"Heute reden ja alle davon: Plane nicht mehr durch, sondern halte dir die Möglichkeiten offen zu reagieren, wenn sich Rahmenbedingungen verändern."

Wer sich tatsächlich zeitnah bewerben will und seine Softskills charmant in den Vordergrund rücken möchte, für den hat Ilka Knigge auch einen Tipp: Besser als zu sagen: "Ich bin teamfähig, habe gutes Zeitmanagement und bin wahnsinnig kreativ" ist es, sich an Situationen zu erinnern, in denen wir diese Softskills schon einmal unter Beweis gestellt haben.

Tipp für die Bewerbung: Softskills beschreiben, nicht aufführen

Wir sollten also mal schauen, wo wir an Unis mal mitgearbeitet haben, welche Praktika wir gemacht haben und dann kurz die Situationen erläutern, in denen wir diese Softskills angewendet haben. Dann können sich Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber direkt ein viel besseres Bild machen.