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Julian Gressel kennen in Deutschland viele Fußballfans. Dabei war er hier nie Profi. IN den USA hat er es aber zum Fußballstar gebracht.

Während seiner Schulzeit verbringt Julian ein Auslandsjahr in den USA und ist danach Feuer und Flamme für das Land. Er bekommt zum Studium die Möglichkeit eines Auslandsstipendiums und geht nach Rhode Island.

Julian Gressel kommt in die Major League Soccer

Dort konzentriert er sich auf den Fußball – die meisten College-Partys lässt er ausfallen. Dabei setzt er nicht wirklich darauf, in den USA Profi werden zu können. Doch weil seine Leistungen Jahr für Jahr stärker werden, schafft er es in den Draft - so nennt sich das Auswahlsystem der US-amerikanischen Sportligen. Hier suchen sich Profivereine künftige Spieler aus und stellen ihre Teams zusammen.

"Es war eine Rieseneuphorie in Atlanta. Beim ersten Freundschaftsspiel waren Massen von Fans da. Es gab große Unterstützung, obwohl wir noch nicht ein einziges Spiel gespielt hatten."
Julian Gressel, Fußballprofi

Atlanta United zieht ihn schon in der ersten Runde des Drafts. Damit zählt er direkt zu den vielversprechendsten Neutalenten der Liga. Der Verein war dabei gerade erst neu gegründet und versucht, schnell eine schlagkräftige Truppe aufzubauen. "Das war für mich das Best-Case-Szenario", erinnert sich Julian Gressel. So wurde er zum Fußballprofi in der Major League Soccer.

Mit Erfolg: Die Spiele sind ausverkauft, und Julian Gressel schafft mit der Mannschaft bereits im zweiten Jahr den Titelgewinn, er wird "Rookie of the Year", der Neuling des Jahres. "Da bin ich auch auf den Straßen erkannt worden", erzählt er.

Der Mittelfeldspieler Julian Gressel von DC United.
© IMAGO | Icon SMI
Julian Gressel spielt für DC United in Washington.

Doch im Sport kann es schnell gehen. Und weil er sich nicht auf einen neuen Vertrag einigen kann, wechselt er Anfang 2020 in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten: nach Washington, zu DC United. Kurz darauf beginnt die Coronapandemie, seine Freundin wird schwanger, es finden "Black Lives Matter"-Proteste statt, und dann gibt es ja da auch noch die Präsidentschaftswahl - ein intensives, kräftezehrendes Jahr für Julian.

Außerdem spricht Julian mit uns darüber, dass er sich grundsätzlich durchaus vorstellen kann, für die US-Nationalmannschaft zur Fußball-WM nach Katar zu fahren. Das ganze Gespräch hört ihr, wenn ihr oben auf Play klickt.