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Eigentlich verdient Justin Bieber ganz gut Geld mit Musik. Aber jetzt steigt er auch ins Marihuana-Geschäft ein. Das Joint-Set heißt "Peaches", nach einem Song von ihm. Gewinne will der Musiker teils spenden, denn allein darum gehe es ihm nicht.

In dem Hit "Peaches" heißt es: "I got my peaches out in Georgia, I get my weed from Califorina." Und "Peaches" heißt auch das Set von Justin Bieber mit sieben vorgerollten Joints darin. Für das Cannabis-Produkt hat sich der Musiker mit einer Firma aus Los Angeles zusammengetan.

"Versprochen wird hohe Qualität", sagt unsere Reporterin Anke van de Weyer. Das Weed soll sortenrein sein. Das heißt, es werden keine Grassorten gemischt, so Anke. Wie viel Geld Justin Bieber bei dieser Zusammenarbeit verdienen wird, ist offen. Aber er sagte der US-Vogue, dass es ihm darum gehe, das Stigma abzubauen, das Cannabis-Konsum weiterhin anhängt. Justin Bieber will einen Teil des Gewinns an zwei Non-Profit-Organisationen spenden, die sich unter anderem für die Entkriminalisierung von Cannabis einsetzen.

Cannabis-Geschäft in den USA

Justin Bieber ist nicht der erste, der ins Gras-Business einsteigt. Der Rapper Snoop Dogg mischt seit 2015 mit. Er verkauft nicht nur sein eigenes Gras, sondern hat mittlerweile eine eigene Investment-Firma gegründet, die wiederum in Cannabis-Firmen investiert. Das Investment-Unternehmen soll 200 Millionen Dollar wert sein, so Anke.

Der kanadische Schauspieler Seth Rogen brachte im März eine Cannabis-Linie raus. Die war so begehrt, dass beim Start des Verkaufs direkt die Website crashte, erzählt Anke. Rogen verkauft neben Cannabis-Sorten unter anderem auch schicke handgemachte Aschenbecher für rund 300 US-Dollar.

Es geht auch um Legalisierung

Dass mehr und mehr Promis in das Geschäft mit Gras einsteigen, verändert auch den Markt insgesamt. Laut einer Analyse des Think-Tanks Cato Institute vom Februar 2021 über die Auswirkungen der Cannabis-Legalisierung in den USA, fällt es Menschen zum Beispiel heute leichter, zwischen qualitativ hochwertigem und qualitativ minderwertigem Cannabis zu unterscheiden und verschiedene Sorten zu identifizieren. In einem illegalen Markt ist das schwieriger, so Anke.

"In einem illegalen Cannabis-Markt ist Qualitätskontrolle schwieriger."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Das ist auch ein Punkt, mit dem sich einige Cannabis-Firmen heute profilieren. "Sie versprechen mehr Qualität, bieten verschiedene THC-Gehalte", sagt Anke. Es geht also auch darum, welche Sorte passt eigentlich zu mir und wie finde ich eine gute Portionierung.

Aber natürlich geht es auch um viel Geld. Das Marktforschungsunternehmen New Frontier Data schätzte 2019, dass allein im US-Markt fast 130 Milliarden Dollar allein durch Steuereinnahmen stecken. Und dass ungefähr 1,6 Millionen neue Jobs dadurch entstehen könnten.

Aber das große finanzielle Potential, das im Cannabis-Markt steckt, wirft auch Fragen auf: beispielsweise nach den eigentlichen Gewinnern dieses Geschäftsbereichs. Sprich: wer macht letztlich das große Geld? Was sind das für Leute? Und wie divers ist der Markt?