Leute, bereitet euch vor! Sagt jedenfalls die Bundesregierung. Vorräte für zehn Tage sollten wir zuhause haben – damit wir uns im Katastrophenfall erstmal selbst versorgen können. Wir verraten euch deshalb, wie ihr richtig bunkert.

Die Bundesregierung hat ein neues Konzept für die zivile Verteidigung erarbeitet. Darin empfiehlt sie den Bürgern unter anderem, sich Notfallvorräte für zehn Tage anzulegen. Sollten wir von Hochwasser, Krieg oder einem Anschlag heimgesucht werden, dann sollten wir uns zumindest so lange selbst versorgen können, bis staatliche Hilfe anläuft.

Checkliste des BBK

Wirklich neu ist diese Empfehlung allerdings nicht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät schon immer, dass jeder Bürger einen gewissen Vorrat zuhause haben sollte – und zwar für 14 Tage.

Damit wir auch die richtigen Sachen bunkern, gibt‘s auf der Website des BBK eine Checkliste. Da heißt es unter anderem:

28 Liter Getränkevorrat

Zwei Liter zu Trinken pro Tag, mal zwei Wochen, macht 28 Liter. Das sind immerhin rund 18 eineinhalb Liter PET-Flaschen pro Bundesbürger – also drei Sixer. Dafür braucht ihr schon ein bisschen Platz im Vorratskämmerchen.

Lebensmittel

Wenn ihr in den zwei Wochen genug zu Essen haben wollt, solltet ihr fünf Kilo Nudeln, Reis, Brot oder Kartoffeln vorrätig haben. Dazu kommen etwa vier Kilo lagerfähiges Obst – also zum Beispiel Äpfel oder Obst in Dosen. Dann noch vier Kilo Milchprodukte, zwei Kilo Fisch, Fleisch oder Eier und einen halben Liter Öl. Und je nach Geschmack dürft ihr auch noch Zucker, Marmelade, Fertigsuppen oder Ravioli-Dosen bunkern.

Nichts Kaufen, was ihr nicht mögt!

Christoph Unger vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz rät außerdem: Kauft nichts, was ihr nicht gerne esst! Sonst landen die Vorräte irgendwann im Müll.

Ich hab drei Frauen zuhause. Da ist es dann blöd, wenn man Fischkonserven vorhält, weil sie das nicht essen."
Christoph Unger vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Das ist aber noch nicht alles, was ihr am Start haben solltet. Campingkocher, Batterien, Kerzen werden ebenfalls empfohlen. Und damit ihr auch alle wichtigen Infos bekommt: ein batteriebetriebenes Radio. Da im Ernstfall auch die Apotheke unerreichbar werden könnte, empfiehlt das BBK außerdem eine Hausapotheke. Also Schmerztabletten, Fieberthermometer, Desinfektionsmittel und Verbandzeug einpacken. Sicher ist sicher.

Daneben gibt’s noch ein paar Dutzend weitere Posten, die für den Ernstfall auf Lager sein sollten. Klopapier, Zahnpasta, Müllbeutel, und und und…

Eins steht aber auch auf der Checkliste: Ob und wie viel wir vorsorgen, ist eine persönliche Entscheidung. Wenn ihr also mal richtig was riskieren wollt, könnt ihr auch nur für zwei Tage Hamstern. Oder eben auch gar nicht.