Wir kennen sie als Journalistin und Moderatorin ihrer eigenen Talkshow. Was viele nicht wissen: Seit 20 Jahren produziert sie auch Filme und Dokus.

Bisher hat Sandra Maischberger vor allem Dokus oder Doku-Dramen, gesellschaftlich-nachrichtliche Storys mit Spielfilm-Anteilen, produziert. Jetzt hat sie ihren Film ins Kino: Sherry Hormanns "Nur eine Frau", über den sogenannten "Ehrenmord" an Hatun Sürücü von 2005.

Eine junge Frau spricht aus dem Off zum Zuschauer und erzählt zu einer Spielfilm-Szene, wer sie alles sein könnte, verschiedene junge Frauen werden dazu gezeigt. Sie sagt, dass sie all diese Frauen nicht ist, sondern "diese dort". Im Film wird jetzt geswitcht. Aus der Spielfilm-Szene wird eine Dokumentarszene, Polizeiaufnahmen. Es ist der Fundort der Leiche von Hatun Sürücü, der jungen Frau die offenbar gerade aus dem Off spricht. Erschossen im Februar 2005, mitten in Berlin von ihrem jüngsten Bruder. Ein sogenannter "Ehrenmord". Damit beginnt ihre Geschichte.

Die Geschichte von Hatun, die Geschichte der Abspaltung von ihrer eigenen, radikal-islamischen Familie, inszeniert von Regisseurin Sherry Hormann ("Wüstenblume", "3096 Tage"). Sandra Maischberger hat den Film mit ihrer Firma produziert. Ab dem 9. Mai ist er im Kino zu sehen und wir sprechen schon jetzt mit der Produzentin über die große Herausforderung eines solchen Projekts, einen Film ins Kino zu bringen, der stark polarisiert – und zwar in beide Richtungen. Islam-Gegner könnten hinterher sagen: "Ich wusste es schon immer", Islam-Kritik-Gegner könnten sagen: "Jetzt macht die Maischberger auch noch einen islamfeindlichen Film". Zündstoff, über den wir mit der Produzentin sprechen werden.

Über den Umgang mit einer Vergewaltigung

Ein Kinostart in dieser Woche (2.5.) hat sich ebenfalls eines harten Themas angenommen: Vergewaltigung und wie man hinterher überhaupt damit umgehen kann. In "Das schönste Paar" von Sven Taddicken werden Liv und Malte (Luise Heyer und Maximilian Brückner) von einer Gruppe Jugendlicher überfallen, Malte muss mit ansehen, wie Liv von einem der Angreifer missbraucht wird. Anna Wollner hat die Hauptdarstellerin getroffen und berichtet.

Marvel-Avengers-Finale

Und dann ist da als kleine Aufheiterung noch dieses nette nachträgliche "Avengers: Endgame"-Osterei. Wer zurzeit Marvel-Bösewicht Thanos googelt, der oder die findet als erstes, ganz oben den Link zur Wikipediaseite und daneben ein Bild von Thanos' goldenem Handschuh mit den Infinity-Steinen drauf. Klickt man diesen Handschuh an, gibt es eine ganz nette Überraschung zum erfolgreichsten Filmstart aller Zeiten: Alleine in den ersten fünf Tagen nach Kinostart hat das große Marvel-Avengers-Finale "Endgame" weltweit bereits mehr als 1 Milliarde Dollar eingespielt.