So könnte der neueste Titel der beliebten Kinderhörspielreihe lauten - tatsächlich sind die fünf Freunde aber Umweltaktivisten, die durch Lateinamerika reisen und die Auswirkungen des Klimawandels dokumentieren.

Die fünf jungen Umweltaktivisten kommen aus Mexiko, Brasilien und Ecuador. Für ihre Reise haben sie eine ausrangierten Schulbus umgerüstet, der auch mit altem Frittierfett fährt, erklärt Juliana Bittencourt Bovolenta. Sie ist eine der fünf Aktivisten. Mit auf ihre achtmonatige Tour nehmen sie Kameras, Aufnahmegeräte und Computer.

Klimawandel dokumentieren

Ihr Ziel ist es, die Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Regionen in Lateinamerika zu dokumentieren: Das Wattenmeer in El Salvador, das mit steigendem Meeresspiegel droht abzusaufen, oder die honduranische Küste, wo der Wirbelsturm Gamma ganze Dörfer zerstört hat. Aber auch die Auswirkungen von Monokulturen auf Umwelt und Bevölkerung ist ein Thema: Zum Beispiel die Ananasplantagen in Costa Rica, wo das Trinkwasser mit Pestiziden kontaminiert ist.

"Costa Rica importiert riesige Mengen Pestizide und hat es so geschafft, der weltgrößte Exporteur von Ananas zu werden. Die Pestizide verseuchen aber das Grundwasser."
Juliana Bittencourt Bovolenta, Klimakarawane

Deshalb muss seit sieben Jahren täglich ein Laster frisches Trinkwasser anliefern. Es gibt auch Studien, die nachweisen, dass das Wasser verseucht ist. Aber die großen Landwirtschaftskonzerne geben ebenfalls immer wieder Studien in Auftrag, die genau das Gegenteil belegen.

David gegen Goliath

Die Bevölkerung hat sich inzwischen organisiert und fordert von der Regierung den Stopp des Plantagenausbaus. Denn nicht nur das Trinkwasser wird verseucht, für die Plantagen müssen große Waldflächen abgeholzt werden. Die Umweltaktivisten haben das Material rund um die Ananasplantagen und die Proteste der Bevölkerung gesammelt.

"Ich finde es beeindruckend zu sehen, dass es so viele Orte gibt, wo die Bewohner versuchen, ihre Umwelt zu schützen."
Juliana Bittencourt Bovolenta, Klimakarawane

An diesem Beispiel wird für Juliana auch deutlich welche Macht große Konzerne haben, die oft eng mit den Regierungen zusammenarbeiten, und wie internationales Kapital Einfluss nimmt. In Anbetracht dieser Übermacht, fragt sich Juliana: "Was kann man gegen so mächtige Leute machen?"

Internationale Aufmerksamkeit

Deshalb glaubt Juliana, dass es wichtig ist, nicht nur in den einzelnen Ländern Aufmerksamkeit zu erreichen, sondern auch international wahrgenommen zu werden. Denn die Probleme seien nicht lokal begrenzt, sondern wirkten sich global aus.

Welche Regionen sie besuchen, hängt davon ab, von welchen Umweltgruppen oder Gemeinden sie eingeladen werden.

"Dann bleiben wir einige Tage vor Ort, um zu fotografieren, Videos zu drehen oder Audios aufzunehmen. Wir reden mit den Leuten und sie erklären uns die Situation."
Juliana Bittencourt Bovolenta, Klimakarawane

Bis zur UN-Klimakonferenz in Lima im Dezember 2014 wollen sie 17 Länder bereisen, Material sammeln und ihre Ergebnisse der internationalen Gemeinschaft präsentieren. Die Klimakarawane finanzieren die fünf Umweltaktivisten mit der Unterstützung verschiedener Organisationen, unabhängiger Medien und über Crowdfunding.