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Pfannkuchen ist nicht gleich Pfannkuchen. Allein in Deutschland kommt aus fast jeder Pfanne eine andere Variante heraus. Weltweit gibt es tolle Rezepte, mit denen wir unsere eigene Pfannkuchenkochkunst nochmal aufpeppen können.

Um herauszufinden, ob es so etwas wie einen Ur-Pfannkuchen gibt, hat Deutschlandfunk-Nova-Reporter Christian Schmitt in die frühe Menschheitsgeschichte geguckt: Vermutlich gelang es den Menschen damals, nachdem sie erkannt hatten, was Getreide ist, dieses mit Steinen zu zerkleinern und mit Wasser zu mischen. Außerdem musste sie schon mit Feuer umgehen können, um aus dem Getreidebrei einen krossen Pfannkuchen in Tierfett auszubacken.

"Wenn man ein bisschen angeben will, dann holt man sich eine Crêpepfanne ohne Rand."
Christian Schmitt, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

An diesen beiden Grundzutaten, Mehl und Wasser, hat sich bis heute wenig verändert. Selbst in Frankreich nicht, in dem die weltberühmten Crêpes gebacken werden. Hinzu kommen für das Rezept aus Weizenmehl Milch, Eier, Zucker und eine Prise Salz. Das Besondere an Crêpes: Sie werden hauchdünn ausgebacken.

Crêpe werden klassisch mit Zimt und Zucker und einem Stückchen Butter gegessen. Weniger berühmt, aber mindestens genauso lecker findet der Deutschlandfunk-Nova-Reporter die Galettes. Sie werden aus Buchweizenmehl und Wasser gerührt und herzhaft mit Käse und Gemüse kombiniert.

Pfannkuchen aus Mais, Reis, Linsen, Gemüse und Kimchi

Von Frankreich nimmt uns Christian Schmitt uns mit nach Venezuela, wo eine Pfannkuchenart namens Cachapas gebacken wird. Wichtigster Bestandteil ist dabei Mais aus der Dose. Hinzu kommt Maismehl und ein Ei. Dazu isst man einen Käse, der dem Mozzarella hierzulande ähnlich ist.

Weiter geht es nach Eritrea, wo es den Injeera gibt. In Indien bäckt man den Dosa-Pfannkuchen. Beides sind fermentierte Pfannkuchen. Für den Dosa müssen Reis und Linsen eingeweicht werden. Danach werden die Zutaten püriert. Der Brei muss weitere zwölf Stunden fermentieren. Die Dosas werden ganz dünn und knusprig ausgebacken. Sie passen dem Reporter zufolge hervorragend zu indischem Curry.

In Japan gibt es eine Pfannkuchenvariante, die Okonomiaki heißt. Der Grundteig besteht aus Wasser und Mehl. Dazu kommen in Streifen geschnitten Weißkohl, Möhren, Ingwer, Bonitoflocken und Gewürze. Das alles wird im Pfannkuchen gegart, während der in der Pfanne ausgebacken wird.

"Okonomiaki aus Japan ist fast mein Lieblingspfannkuchen weltweit."
Christian Schmitt, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Weiter geht es nach Korea, wo es Christians Lieblingspfannkuchen gibt, die Kimchi-Pancakes oder Kimji-Jeon. Das toppt für ohn den Okonomiaki, weil bei Kimchi noch scharfe Gewürze wie Chili dazukommen.

Wenn ihr wissen wollt, warum Christian Schmitt Pfannkuchen nicht hochwirft und wie er den idealen Wendezeitpunkt ermittelt, klickt einfach oben auf den Playbutton. Dort könnte ihr das gesamte Gespräch anhören.