Zwei Kollegen tauschen ihre E-Mail-Signaturen - ein Mann und eine Frau. Für die Frau werden es die produktivsten Tage in ihrer Karriere. Für den Mann die Hölle.

Es begann mit einem Versehen: Der US-Amerikaner Martin Schneider verschickte versehentlich eine E-Mail unter dem Namen seiner Kollegin Nicole Hallberg. Das war möglich, weil der gemeinsame Arbeitgeber eine Sammel-Mail-Adresse hatte. Die beiden arbeiteten bei einem Arbeitsvermittler in Philadelphia.

Eines Tages bekam Martin auf eine Mail eine extrem unhöfliche und herablassende Reaktion eines Kunden. Da fiel ihm sein Versehen erst auf, dass er nämlich unter Nicoles Signatur gemailt hatte.

Aus einem Versehen wurde ein Experiment

Martin fragte sich, ob der Kunde so unfreundlich schrieb, weil er dachte, ihm schreibe eine Frau. Er antwortete: "Hey. Hier ist Martin. Ich übernehme Nicoles Projekt." Und siehe da, der Kunde antwortete freundlich und "normal". Also so normal, wie es Martin von seinen Kunden gewohnt war.

Die Frage war also, war das nur ein Ausreißer? Martin und Nicole beschlossen ein Experiment: Für zwei Wochen nutzten sie die E-Mail-Signatur des jeweils anderen. Das war schon 2014. Zurzeit wird das Experiment aber diskutiert.

Den beiden wurde bald klar, es war kein Versehen. Auf Twitter schreibt Martin, die zwei Wochen mit Nicoles E-Mail-Signatur seien "die Hölle" gewesen.

Nicole hingegen fand den Tausch super. Sie habe die produktivsten Tage ihrer Karriere erlebt. Anscheinend geht sonst viel Zeit dabei verloren, bis die Kunden sie respektieren.

Besonders schlimm fand Martin, dass sich Nicole an die Respektlosigkeiten schon gewöhnt hatte.