Vor ein paar Jahren hat sie noch mit Youtube-Anleitungen Torten gebacken, jetzt ist Carina fast Konditormeisterin. Ihr großer Traum ist ein eigener Tortenladen.

Die erste Torte, die Carina je gebacken hat, hätte wahrscheinlich keinen Schönheitswettbewerb gewonnen: Eine Krümelmonster-Torte für eine Freundin, die sie aus Fondant gemacht hat, eine formbare Zuckermasse: "Damit zu arbeiten ist sehr schwer und so sah die Torte dann auch aus, nicht die schönste."

Aber gerade das spornt Carina an, weiter zu backen, schließlich hat sich ihre Freundin auch über eine nicht perfekte Torte gefreut: "Gerade, weil sie nicht so gut geworden ist, wollte ich es beim nächsten Mal besser machen."

Mit Hilfe von Youtube-Tutorials wird sie immer professioneller, ist irgendwann im Freundeskreis für ihre Motivtorten bekannt und bekommt sogar Aufträge. Trotzdem macht sie weiterhin ihre Ausbildung zur Erzieherin und schließt sie nach drei Jahren erfolgreich ab.

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Sie fasst den Entschluss: Torten sollen ihre berufliche Zukunft sein

Nach acht Monaten Auszeit in Australien weiß Carina, dass sie sich mit ihren Torten selbstständig machen will. Dafür braucht sie in Nordrhein-Westfalen, wo sie inzwischen wohnt, allerdings eine abgeschlossene Ausbildung. Carina schreckt das nicht ab und es beginnt rückblickend eine sehr harte Zeit auf dem Weg zur gelernten Konditorin: "In meinem nächsten Leben würde ich es nicht mehr tun, ich musste um zwei Uhr nachts anfangen zu arbeiten."

Ihr Sozialleben wird auf eine harte Probe gestellt, denn für fast zwei Jahre muss sie nun abends um acht ins Bett gehen, um ihren Arbeitsalltag meistern zu können. Aber sie lernt auch viele Dinge, die ihr Youtube-Videos nicht beibringen können: "Zum Beispiel, wie ich einen Spritzbeutel halten muss. Da steht ein Meister neben mir und zeigt es genau."

"Es ist dieses Handwerkliche, das hat man im Erzieherberuf nicht. Ich erschaffe etwas mit meinen Händen und mache damit Kunden oder Freunde glücklich."
Carina, Konditorin

Inzwischen hat Carina nicht nur ihre Ausbildung hinter sich gebracht, sondern steckt auch in den letzten Zügen ihrer Konditormeisterinnen-Prüfung. Wenn alles gut geht, ist sie im Januar damit fertig. Bei einer praktischen Prüfung muss sie noch beweisen, dass sie zum Beispiel Baumkuchen, Teegebäck oder Pralinen herstellen kann. Schwierige handwerkliche Arbeiten, bei denen am großen Tag alles gut gehen muss.

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Obwohl sich Carina nach ihrer Prüfung direkt ihren großen Traum erfüllen könnte, nämlich nur noch Torten backen, geht sie in Zeiten von Corona auf Nummer sicher: "Ich möchte erst mal vormittags als Erzieherin arbeiten und mich nachmittags um die Torten kümmern." Sie möchte so lange ein zweites Standbein behalten, bis sie sicher davon leben kann.
Dabei denkt sie an einen Laden, bei dem Leute Torten für besondere Anlässe bestellen können. Für Geburtstage, große Feiern oder auch Hochzeiten: "Es ist ein Highlight für mich, wenn die Hochzeitstorte reingefahren wird und ich weiß, dass sie von Hunderten Leuten gegessen wird."