Sandra Petersmann arbeitet dort, wo andere Urlaub machen. Als Korrespondentin wacht sie jeden Tag in Neu-Delhi auf, um für DRadio Wissen zu berichten. Heute (05.07.14) hat sie frei. Wie sie ihren Samstag verbringt, hat sie uns im Interview erzählt.

Sandra Petersmann ist seit 1991 leidenschaftliche Hörfunkerin. Schon während der ersten Jahre ihres Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Hannover war sie Radiofrau und darum mehr im Studio als im Hörsaal zu finden.

Das änderte sich schlagartig, als Petersmann ihr Studium ab 1996 in Johannesburg fortsetzte und die Nächte fortan regelmäßig in Bibliotheken verbringen musste. Nach ihrer Rückkehr aus Südafrika volontierte sie bei der Deutschen Welle und berichtete anschließend vor allem aus Krisengebieten. Mit Freude entdeckte sie dann aber das Berichtsgebiet Südasien und ist heute als Korrespondentin in Neu-Delhi tätig.

"Schönes Frühstück mit frischen Croissants und mit selbst gebackenem Brot. Das habe ich auch hier in Neu-Delhi sehr gerne am Samstagmorgen. Da bin ich sehr deutsch.“
Sandra Petersmann, Korrespondentin in Neu-Delhi

Selbst gebackenes Brot

Was das Essen angeht, ist Sandra Petersmann in Neu-Delhi sehr verwöhnt von frischen und exotischen Früchten. Nur am Samstag, sagt sie, versucht sie sehr deutsch zu frühstücken und dafür kauft sie dann auch manchmal frischen Käse. Und da Sandra Petersmann am Samstag Zeit hat, ist es für sie auch der Tag, an dem sie ganz in Ruhe zu einem Markt joggen kann - trotz des extremen Klimas in Indien.

"In der Monsunzeit kann man abwarten, bis ein schöner Schauer runterprasselt und sich dann von oben gleich beim Laufen die Dusche abholen. Ich finde das eigentlich ganz schön."
Sandra Petersmann, Korrespondentin in Neu-Delhi

Hat Sandra Petersmann genügend Zeit, dann besucht sie gerne den Stadtteil Old-Delhi. Hier stürzt man sich ins Getümmel und Gewusel der Marktstände und der Verkaufsläden. Allerdings braucht man auch etwas Zeit, um sich davon wieder zu erholen.

Stadt der Gegensätze

Delhi ist auch eine Stadt der Gegensätze. Für Ausländer ist es möglich, ein sehr westliches Leben zu führen. Allerdings ist die Stadt nach wie vor sehr indisch, wenn man die richtigen Plätze und Orte kennt. Und Sandra Petersmann ist immer sehr froh, wenn sie in das indische Leben eintauchen kann.