Es ist ein unterirdisches Netz. Ein Netz, das die Stadt zusammenhält. "Der Himmel unter Berlin", Jaroslav Rudiš' Debütroman, ist eine traurig-schöne Liebeserklärung an die Berliner U-Bahn und die verlorenen Seelen darin.

Petr lässt alles hinter sich: die Freundin, die ein Kind von ihm erwartet. Den Bruder, mit dem er früher Musik gemacht hat. Er nimmt sein Bargeld, sein Sparbuch und die Schlüssel und verlässt die Stadt, die er noch nie verlassen hat. Er geht weg aus Prag.

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Mitten in Berlin, auf einem U-Bahnhof, der Petr an ein Badezimmer erinnert, wegen der dottergelb gekachelten Wände bis zur Decke, beginnt Petrs neues Leben. Er lernt Pancho Dirk kennen. Beide haben ihre Gitarren dabei, Petr Zigaretten, Pancho Dirk das Feuerzeug. Erst gründen sie die Punk-Rock-Band "U-Bahn" und dann eine WG.

"Die Geschichte erschien erstmals vor 15 Jahren - seitdem hat sich wenig verändert. Bahnen donnern durch den Untergrund Berlins, bringen Menschen von Ort zu Ort. Mittendrin taumeln ein paar verlorene Seelen. Alkoholiker, Heimatlose, Liebeskranke, Musiker…"
Lydia Herms, DRadio Wissen

Eben noch werdender Vater in Prag, jetzt angehender Punk-Rocker in Berlin. Eben noch gewissenhafter Deutschlehrer, jetzt planloser Straßenmusiker. Es klingt richtig. Es könnte aber auch falsch sein. Petr weiß, dass er vor etwas davonläuft. Wohin er gehört, weiß er nicht. Noch nicht...