Im Jahr 336 v. Chr. wird Alexander König von Makedonien. Den Dauerkonflikt zwischen Griechenland und der damals größten antiken Macht Persien geht er offensiv an. Vom Peloponnes bis zum Hindukusch wird sich das Reich "des Großen" später erstrecken.

Geboren wird Alexander im Sommer 356 v. Chr. in Pella, der damaligen Hauptstadt des antiken Makedonien. Nur 33 Jahre später stirbt er in Babylon. Dazwischen liegt ein ereignisreiches Leben als König von Makedonien und Herrscher über den Korinthischen Bund, der nahezu alle Städte des antiken Griechenlands umfasst.

Ein Makedone veränderte die Welt

Nachdem er 333 v. Chr. den mittlerweile sprichwörtlichen Gordischen Knoten zerschlagen hatte, mit dem einst die Deichsel des Streitwagens von König Gordios mit dem Zugjoch verbunden war, sagte ihm ein Orakel die Herrschaft über Asien voraus. Im November des gleichen Jahres besiegt Alexander den Perserkönig Dareios III. bei der Schlacht von Issos. Anschließend beginnt sein Eroberungszug, der das Perserreich und weite Teile Asiens umfasst und zur Gründung von 70 Städten mit dem Namen Alexandria führt . Die größte unter ihnen gibt es noch heute an der ägyptischen Mittelmeerküste.

Verbreitung des Hellenismus

Alexanders Siegeszug brachte auch die Verbreitung der griechischen Kultur mit sich, die sich mit der orientalischen Kultur mischen sollte. Diese Epoche des Hellenismus endete erst 30 v. Chr., als das ptolemäische Großreich Ägypten als Provinz ins Römische Reich integriert wurde. Davor hatte der Hellenismus den Orient mit der griechischen Kultur durchdrungen und war gleichermaßen auch wachsenden Einflüssen der orientalischen Kultur unterworfen.

In "Eine Stunde History" hört ihr:

  • Der Althistoriker Lennart Gilhaus von der Universität Bonn beleuchtet die Person Alexanders und beschreibt den Einfluss seines Lehrers Aristoteles.
  • Hans-Ulrich Wiemer von der Universität Erlangen ordnet die Bedeutung Alexanders für die Geschichte des Altertums ein.
  • Stefan Troebst vom Leibnitz Institut für osteuropäische Geschichte schildert den Konflikt zwischen Nordmazedonien und Griechenland um den Namen "Mazedonien".
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld schildert Teile der gemeinsamen Geschichte von Makedonien und Griechenland
  • Deutschlandfunk-Nova-Reporter Benedikt Schulz erzählt vom Zug Alexanders, der ihn von Pella im Norden Griechenlands bis nach Indien in die Nähe des Hindukusch brachte.