Die Regionalregierung der Krim hat einen Tag nach der Volksabstimmung offiziell die Unabhängigkeit von der Ukraine erklärt. Die Europäische Union ist nicht begeistert.

Viele Menschen auf der ukrainischen Halbinsel Krim haben Sonntagabend gefeiert. Sie freuen sich über den Ausgang der umstrittenen Volksabstimmung. 97 Prozent der Wähler haben sich dafür ausgesprochen, dass die Krim zu Russland gehören soll. Die EU und Russland haben prompt darauf reagiert – mit neuen Sanktionen.

Die Regionalregierung der Krim hat einen Tag nach der Volksabstimmung offiziell die Unabhängigkeit von der Ukraine erklärt und die Aufnahme in die Russische Föderation beantragt. Der russische Rubel ist jetzt die zweite offizielle Währung und die Uhrzeit wird an die Moskauer Zeitzone angepasst: Am 30. März werden die Uhren um zwei Stunden vorgestellt. Viele Menschen auf der Krim verbinden mit dem Anschluss an Russland große Hoffnungen.

So begeistert die Reaktion auf der Krim selbst - bei den Regierungen der Ukraine, der EU und den USA sieht das ganz anders aus.

Auch de EU-Außenbeauftragte Catherin Ashton fand klare Worte. Sie betonte noch einmal, dass die Europäische Union das Ergebnis der Volksabstimmung nicht anerkennen werde.

Russland hat vorgeschlagen, eine internationale Unterstützergruppe zu bilden, die in der Ukrainekrise vermitteln soll. Allerdings hat Russland dafür auch Bedingungen gestellt.

Noch in dieser Woche soll das russische Parlament über die Aufnahme der Ukraine abstimmen. Die Außenminister der EU haben sich heute getroffen und über die Krimkrise beraten. Dabei haben sie schärfere Sanktionen gegen Russland beschlossen. 21 Russen und Ukrainer dürfen nicht mehr in die EU reisen. Außerdem wurden ihre Konten gesperrt. Auf der Liste befinden sich unter anderem zehn russische Politiker und mehrere Militärs. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn glaubt allerdings nicht, dass die Sanktionen jetzt noch wirklich etwas bringen. Er rechnet nicht damit, dass die Entwicklung auf der Krim noch rückgängig gemacht werden kann.

Giftige Gase im Schwimmbad

Urin im Wasser von Schwimmbädern ist nicht nur eklig - es kann auch dazu beitragen, dass sich Schadstoffe bilden, meinen Forscher aus China und den USA.

Die Wissenschaftler kommen um Schluss, dass es vor allem problematisch ist, wenn sich Chlor und Urin mischen. Denn daraus können durch chemische Reaktionen giftige Gase entstehen. Dass es diese giftigen Stoffe im Wasser von Schwimmbädern gibt, war schon bekannt. Eine gewisse Menge davon ist sogar erwünscht, weil dadurch Krankheitserreger abgetötet werden, zum Beispiel Bakterien. Aber jetzt haben die Forscher festgestellt, dass der Urin die Ursache für die Gase ist. Also der Harnstoff ist mit Schuld daran, dass die Gase überhaupt entstehen. Und das heißt natürlich auch – mehr Urin im Chlorwasser bedeutet unter Umständen auch mehr giftige Gase.

Was sonst noch wichtig war

  • Systematische Folter, massenhafte Morde und Vergewaltigungen. Eine UNO-Expertengruppe erhebt ziemlich heftige Vorwürfe gegen die nordkoreanische Führung.
  • In der französischen Hauptstadt herrscht dicke Luft – im wahrsten Sinne des Wortes. Zeitweise waren die Feinstaub-Werte in der Luft doppelt so hoch wie erlaubt. Wegen des tagelangen Smogs über Paris, hat die Regierung jetzt zum ersten Mal seit über 15 Jahren ein Fahrverbot verhängt.
  • Neun Tage ist die Flug MH370 aus Malaysia jetzt schon verschwunden. Seit dem Wochenende ist klar: Das Flugzeug hat den Kurs gewechselt und die Kommunikationssysteme an Bord wurde absichtlich ausgeschaltet. Malaysia hat jetzt offiziell Ermittlungen wegen Entführung, Sabotage und Terrorismus eingeleitet.
  • Jetzt kann es rechtskräftig werden – das Urteil gegen Uli Hoeneß. Die Staatsanwaltschaft will nicht in Revision gehen wird. Das teilte heute ein Sprecher mit.