Die Alternative für Deutschland will bei den nächsten Landtagswahlen punkten. Gleich drei Mal: in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Am 13. März stehen dort Landtagswahlen an. Und es scheint, nicht nur ältere Männer wählen AfD - zumindest in Sachsen-Anhalt. Eine Umfrage zeigt, dass 30 Prozent der U-30 Wähler für die AfD stimmen würden.

Die Umfrage stammt von Infratest dimap - vom MDR in Auftrag gegeben. Insgesamt könnte die AfD demnach bei den Landtagswahlen am 13. März auf 17 Prozent der Stimmen kommen. Bei den Wählern zwischen 18 und 29 Jahren würde die Partei sogar 30 Prozent holen. Damit könnte die AfD zumindest bei den U-30 zur stärksten Partei werden.

"Laut Umfragen könnte bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt jeder Dritte unter 30 Jahren AfD wählen."
Unser Berlinkorrespondent Stefan Maas über Wahlen in Sachsen-Anhalt

Die Wähler der AfD sind eher Männer, aber eben nicht nur alte Männer. "Die AfD hat noch nicht so viele Stammwähler", sagt unser Berlinkorrespondent Stefan Maas. Die Partei ist ja noch jung, Stammwähler erarbeitet man sich über die Jahre. Wähler bekommt die AfD aus allen Parteien - von der Linkspartei bis zur CDU. Aber nicht von den Grünen. "Die scheinen da relativ immun zu sein", sagt Stefan.

Die AfD-Wähler würden ostdeutscher, junger und radikaler

Wie sieht denn nun der typische AfD-Wähler aus? "Das lässt sich nur ganz grob sagen", sagt Stefan. Politikwissenschaftler sehen aber eine Entwicklung: Seit sich die AfD im vergangenen Jahr gespalten hat und der eher liberale Teil weggebrochen ist, sei die Wählerschaft ostdeutscher, jünger und radikaler geworden. "Nicht alle AfD-Wähler sind rechtsextrem, aber Menschen mit rechtsextremen Einstellungen sind bei der AfD überrepräsentiert", sagt Stefan. Und eher typisch ist auch, dass AfD-Wähler den sozialen Abstieg fürchten.

Bei allen drei anstehenden Landtagswahlen macht die AfD jeweils die Flüchtlingspolitik zum zentralen Thema. In Baden-Württemberg zeigt sich der AfD-Verband eher konservativ und unternehmerfreundlich. Auch in Rheinland-Pfalz gibt man sich eher bürgerlich. In Sachsen-Anhalt zeigt das Wahlprogramm viel mehr "völkische" Forderungen und Deutschtümelei. Aber anscheinend schreckt das viele Wähler nicht ab.