Seine Kundschaft beschreibt ihn als sexy, einfühlsam und sehr ausdauernd – Noah schmeichelt das. Trotzdem findet er, dass hinter seinem Job als Callboy viel mehr steckt.
Bei einem seiner abgefahrensten Jobs kommt sich Noah-Leo Lasalle vor wie in einem James-Bond-Film. In einem der teuersten Luxushotels einer osteuropäischen Großstadt wartet ein Paar auf seine Dienste. Der Mann sitzt gelangweilt im Sessel der dunklen Suite und will erst nur zuschauen, wie seine Frau Sex mit Noah hat.
"Sweet Time" mit Callboy Noah
Als er dann doch mit ins Bett steigt, wird klar, worum es geht: Die Frau hat einen Wunsch, der zu spicy ist, um ihn hier zu erzählen. Noah hat so etwas vorher noch nicht erlebt, vor allem nicht, dass dieses Sex-Abenteuer im osteuropäischen Luxushotel schneller vorbei ist als bei seinen üblichen Treffen.
Zwei Stunden "Sweet Time" mit Noah kosten 300 Euro. Dafür verspricht er seinen vor allem weiblichen Kundinnen zwischen 23 und 78 aber auch Ausdauer, absolute Diskretion und dass sie komplett im Mittelpunkt stehen, vor allem sexuell.
"Du stehst also nach dieser Dreiviertelstunde wieder auf der Straße und denkst dir: Was war das denn für ein Film jetzt? Manchmal frage ich mich, ob das alles echt ist."
Eine Kundin Anfang 20 hat Noah für ihr erstes Mal gebucht. Es sollte in einem möglichst kontrollierten Rahmen stattfinden, um unschöne Erfahrungen zu vermeiden.
Noahs erster Gedanke: "Wow, was für eine Verantwortung. Da finde ich schon, dass es dann auch mein Part ist, mir sehr genau Gedanken zu machen", sagt Noah. "Wie gehe ich in die Situation rein, damit ich ihr dann auch gerecht werde. Wie kann ich es schaffen, besonders sensibel zu sein, besonders einfühlsam auf sie einzugehen."
"Ein erstes Mal gibt es im Leben nur ein erstes Mal. Und da kommt jetzt jemand und vertraut mir das an."
Am Ende war die Kundin hochzufrieden. So wie viele andere, die Noahs Dienste schätzen und durch ihn den Spaß im Bett wiederentdecken. Denn oft haben sie nur männerorientierten Sex erlebt.
"Möchtest du von mir da noch ein bisschen gestreichelt werden? Möchtest du, dass ich dich hier und dort anfasse? Das ist etwas, was viele Frauen gar nicht kennen. Zumindest ist es eine Erfahrung, die ich immer wieder mache", erzählt Noah.
"Etwas zynisch könnte ich jetzt sagen, das ist gut für mein Geschäftsmodell, weil die Männer alle so schlecht zu ihren Frauen sind, kommen sie dann zu mir."
Auf die Idee, Callboy zu werden, hat ihn seine Freundin gebracht. Die zwei sind immer noch zusammen und er sagt sogar, das hat ihre Beziehung stärker gemacht. Warum das so ist, was an diesem Job auch sehr anstrengend sein kann und was der spicy Wunsch der Frau im Luxushotel war, das erzählt Noah-Leo Lasalle in der neuen Folge unseres Podcasts Eine Stunde Liebe mit unserem Host Gero Simone.
