DRadio-Wissen-Reporter Stephan hat wildfremde Menschen gefragt, ob sie Freunden oder Verwandten schon einmal in einer Krise beigestanden haben. Dabei hat er Renée kennengelernt, die ihm eine berührende Geschichte erzählt hat, obwohl er wildfremd war.

Renée war relativ jung als sich ihre Eltern trennen. Relativ schnell findet die Mutter einen neuen Mann, sie wird wieder schwanger. Doch das ungeborene Kind ist nicht lebensfähig, es stirbt in der 18. Schwangerschaftswoche. Renées Mutter ist verzweifelt, streitet sich mit ihrem neuen Freund. "Sie ist ziemlich stark abgerutscht", erzählt Renée. Zuerst zieht sich ihre Mutter zurück, irgendwann kam sie als Tochter gar nicht mehr an sie heran.

"Es ist schwierig auf die Mutter zu verzichten. Ich habe eine Zeitlang fast nichts gemacht. Die Beziehung zu meiner Mutter hat darunter sehr stark gelitten."
Renée

Manchmal kann man einfach nicht helfen

Renée ist heute 18 Jahre alt. Die Geschichte mit ihrer Mutter beschäftigt sie noch heute. Als die Situation vor ein paar Jahren ganz aktuell war, wusste sie einfach nicht, wie sie ihrer Mutter helfen sollte. Heute sagt sie: "Ich konnte die Situation einfach nicht einschätzen."