30 werden - damit kommen viele gar nicht klar. Auch der US-amerikanische Autor Ian Mathias hatte Bammel vor dieser Zahl. Aber statt den Kopf in den Sand zu stecken, schrieb er ein Blog: mit 30 Tipps für den 30.

Jetzt wird’s irgendwie ernst - war die Befürchtung von Ian Mathias vor seinem 30. Geburtstag. Um besser klarzukommen mit dieser Zahl, und dem, was danach kommt, schrieb er ein Blog: 30x30 ist wie ein Buch aufgebaut, mit verschiedenen Kapiteln. Darin gibt der Autor sich selbst 30 Tipps, wie man mit 30 drauf sein sollte und was man tun sollte. Tipps, die er - wie der US-Amerikaner selbst sagt - gern schon mit 16 gehabt hätte.

Brief an einen 30-Jährigen

In einer Art Brief an sich selbst versammelt Ian Mathias in 30x30 Lebensweisheiten wie: Du bist Durchschnitt und das ist vollkommen okay. Oder: Niemand hat es komplett raus. Allen, die sagen, sie hätten eine Lösung für alles, sollte man aus Prinzip misstrauen. Wenn ihr das erst mal kapiert, und nicht das tut, was ihr glaubt tun zu müssen, sondern das, worauf ihr Bock habt - dann kann das sehr befreiend sein, meint Ian Mathias.

"Ian hat einige Tipps entwickelt, die ich auch mal ein paar Leuten sagen möchte - zum Beispiel: Fass dich kurz."
Tina Kießling, DRadio-Wissen-Redakteurin

Eine andere Sache, die Ian Mathias bis zu seinem 30. Geburtstag gelernt hat und in Tipp-Form an seine Leser weitergibt: Kochen macht attraktiv. Denn wer kochen kann, signalisiert: Ich kann mich selbst versorgen. Ich kann auch für andere sorgen. Ich habe Ahnung von Timing und Koordination, kann Anweisungen befolgen, bin multitaskingfähig und - ich kann genießen.

Auf die Idee zu 30x30 kam der Autor, als ihm auffiel, dass er zwar viel über Politik schreibt, aber nur wenig über die Dinge, die ihn gerade persönlich beschäftigen. Rund eine Million Zugriffe zeigen, dass er damit offenbar vielen anderen aus der Seele gesprochen hat.