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In "Die geschenkte Nacht" verbringen 13 Menschen eine Nacht am Flughafen miteinander und erzählen sich Geschichten wie im Traum.

Wegen eines starken Schneesturms wurden alle Flüge gestrichen. Die Passagiere sitzen am Flughafen fest. Nichts zu machen. Sie müssen die Nacht miteinander verbringen. Und sie machen das beste draus. Sie erzählen sich Geschichten. Krasse Geschichten. Sonderbare Geschichten.

Es ist still geworden. Und spät. Müde lächeln sie sich an. Und dann ergreift einer das Wort.
Lydia Herms über den Beginn von "Die geschenkte Nacht"

Keine der Geschichten gleicht der anderen und doch haben sie etwas gemeinsam. Sie sind unglaublich, phantastisch. Fast könnte man meinen, dass in Wirklichkeit doch alle eingeschlafen sind und einfach nur wirr träumen.

Viele Geschichten sind wie aus einem Märchen

Eine Geschichte handelt von Thomas, dem jüngsten Sohn eines reichen Börsenmaklers in London. In einer Bibliothek wird ihm prophezeit, dass er einmal sehr reich werden würde. Kurze Zeit später wird er Erinnerungsredakteur; er durchforstet beruflich die Erinnerungen von Menschen und löscht die schlechten. Eine andere Geschichte handelt von einem Taxifahrer, der in New York City als Findelkind unter polnischen Hafenarbeitern aufgewachsen ist. Eigentlich ist er der uneheliche Sohn von Robert de Niro. Nur weiß das niemand.

"Ein kleiner Rest Unsicherheit bleibt…"
Lydia Herms über die Wirkung von "Die geschenkte Nacht"

Als die Sonne aufgeht und Leben in den Flughafen kommt, blinzeln sich die dreizehn verwundert zu. Manche tauschen ihre Visitenkarten aus, bedanken sich und schütteln Hände. Sie wissen alle: Diese Nacht war sehr besonders.

Das Buch "Die geschenkte Nacht" von Rana Dasgupta gibt es nur noch gebraucht zu kaufen. Es hat 472 Seiten. Im englischen Original lautet der Titel "Tokyo cancelled". Das Buch wurde in Indien zum Bestseller. Der Autor lebt dort als freier Autor.