Ein privates Sextape, das Marianne mit ihrem Ex gefilmt hatte, landet im Netz. Um es zu löschen, trifft sie sich mit zwei Fremden in einem Chatroom. "Die Theorie vom Marmeladenbrot" von Titiou Lecoq erzählt die Geschichte dieser Freundschaft.

Marianne ist Bloggerin und Autorin. Eines Morgens erhält sie eine E-Mail von Christophe. Sie kennt ihn zwar nicht persönlich, aber sie weiß, dass er der Chefredakteur eines Kulturmagazins im Netz ist. Eine Mail von ihm zu bekommen, überrascht sie nicht. Christophe schreibt Marianne, dass er glaubt, sie auf einem Video im Netz erkannt zu haben. Nicht der Rede wert, denkt sich Marianne. Doch als sie das Video sieht, ist sie geschockt: Ein privates Sextape, das Marianne vor einigen Jahren mit ihrem Ex mitgeschnitten hatte, ist im Netz gelandet.

Wenn sich drei im Chatroom treffen

In ihrer Verzweiflung bittet Marianne Christophe - den sie noch nicht mal persönlich kennt - um Hilfe. Die beiden verabreden sich in einem Chatroom. Christophe bringt noch Paul dazu, er ist Autor und Netztroll und hat Kontakte ins Darknet. Mit seiner Hilfe gelingt es, den Server der Pornoseite, auf der Mariannes Video zu sehen ist, lahmzulegen.

Der Beginn einer wunderbaren Netzfreundschaft

"Die Theorie vom Marmeladenbrot" von Titiou Lecoq erzählt die Geschichte von einer Freundschaft, die im Netz beginnt. Es ist der 19. August 2006, ein Samstag, als sich eine Bloggerin, ein Journalist und ein Netztroll in einem Chatraum zusammenfinden. Unter normalen Umständen, also außerhalb des Internets, wären sie sich wahrscheinlich nie begegnet. Und entgegen aller Behauptungen, das Netz sei kein realer Raum, teilen sie fortan fast alle Probleme miteinander - und sind auch noch gut zehn Jahre später eng miteinander befreundet.

Interview mit Titiou Lecoq