In Margret Atwoods dystopischem Roman "Oryx und Crake" erzählt der letzte Mensch, wie es ohne uns auf der Welt weitergeht. Das perfekte Buch für den Moment, wenn du vor dem offenen Kühlschrank übernachtest.

Jimmy ist der einzige Überlebende nach einer Virus-Epidemie. Sein Freund Crake ist dafür verantwortlich. Er wollte die Welt retten. Crake ist Biogenetiker und hat nicht nur das Virus kreiert, dass alle Menschen dahingerafft hat, sondern auch transgene Menschen erschaffen, die gegen das Virus und viele andere Dinge immun sind. Jimmy nennt sie Craker – und die Craker nennen ihn Schneemensch.

Nachhaltige Menschen fürs Öko-System

In den Augen des Schneemenschen sind die Craker keine Menschen. Sie kennen keine Lust, keine Eifersucht, keine Gewalt. Sie glauben ihm wie einem Propheten, der von Göttern erzählt. Oryx war Crakes und Jimmys gemeinsame Freundin, die Crake scheinbar grundlos tötete.

Weltuntergang im Rückblick

Schneemensch hat viel Zeit sich zu erinnern, wie die Hitze und monsunartige Regengüsse in den mittleren Breitengraden den Meeresspiegel ansteigen ließen, ganze Kontinente im Wasser untergingen, sein Vater Schweine gezüchtet hat, die nicht zum Verzehr gedacht waren, sondern als Ersatzteillager für die Menschen. 

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Schneemensch erinnert sich auch daran, wie Crake eines Tages vor seiner Tür stand, nach der Uni hatten sie sich Jahre nicht mehr gesehen, und ihm einen Job anbot. Einfach so? Sicher nicht, aber was Crake im Schilde führte, konnte oder wollte Jimmy nicht erkennen.

"Crake bot Schneemensch einen Job an. Einfach so? Ganz sicher nicht. Crake macht nichts einfach so. Was Crake wirklich 'machte', wurde Schneemensch erst später klar. Vielleicht zu spät. Vielleicht aber auch nicht."
Lydia Herms, Deutschlandfunk-Nova-Rezensentin

Margret Atwood, 1939 in Ottawa geboren, hat zahlreiche Preise erhalten, unter anderem den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. "Oryx und Crake", Deutsch von Barbara Lüdemann, 380 Seiten, ist im Berlin Verlag 2003 erschienen.