Der kleine Jack wird fünf Jahre alt - ohne jemals im Freien gewesen zu sein. "Raum" heißt der beklemmende Roman von Emma Donoghue, der sich an eine wahre Geschichte anlehnt.

Jack lebt mit seiner Mutter in einer ganz eigenen Welt. Der Fünfjährige spielt nicht mit Freunden, sondern mit seiner Mutter. Die lässt sich alles mögliche einfallen, um die Tage mit ihrem Sohn zu verbringen - in einem einzigen Raum. Sie machen Wettrennen, klettern, denken sich Rollenspiele aus oder basteln aus Küchenabfällen skurrile Gebilde. Jack ist glücklich, er kennt nichts anderes. Zehn Quadratmeter ist ihr Zuhause groß. Durch ein Oberlicht fällt spärlich das Tageslicht. In dem Raum ist alles, was die beiden brauchen, sogar ein Fernseher.

"Sie sei ein bisschen wie Alice, die durch das Loch gefallen ist, sagt sie. Leider hat sie jedoch keinen Kuchen gefunden, der sie wachsen lässt."
Lydia Herms, DRadio-Wissen-Reporterin

Doch Jacks Ma versucht ihm klar zu machen, dass die Dinge, die er im Fernsehen sieht, nicht Fantasie sind, sondern tatsächlich existieren. Sie weiß es. Sie kennt es. Sie war nicht schon immer in dem Raum. Die Mutter will fliehen und der Fluchtplan gelingt. Doch damit ist längst nicht alles gut.

"Room" von Emma Donoghue erschien 2010. Die deutsche Übersetzung von Armin Gontermann ist 2011 im Piper-Verlag erschienen. Am 17. März 2016 kommt die Kinoverfilmung "Raum" in die deutschen Kinos - Hauptdarstellerin Brie Larson wurde für ihre Rolle als Jacks Mutter mit dem Oscar ausgezeichnet.

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