Die CDU in Brandenburg hat die Schaffung einer Adlerstaffel zur Abwehr von Drohnen gefordert. In Frankreich und in den Niederlanden gibt es das bereits.

Adler sind groß und sie lassen sich besonders gut trainieren. Das sind zwei Gründe, warum Falkner ausgerechnet diese Greifvögel auf Drohnen abrichten. Das Training beginnt, wenn die Vögel noch sehr jung sind. Dafür bekommen sie zum Beispiel ihr Essen auf Drohnen serviert: zunächst auf dem Boden und später in der Luft. Die Tiere werden dann natürlich auch belohnt, wenn sie eine Drohne fangen.

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Experten schätzen die Gefahr, die von Drohnen ausgeht, in Deutschland noch nicht als besonders groß ein, aber sie nimmt stetig zu. Dabei sind die Gefahren sehr unterschiedlicher Art. Einerseits könnten Drohnen möglicherweise Menschen auf Großveranstaltungen angreifen oder verletzen - vielleicht indem sie mit Waffen ausgerüstet sind. Auf der anderen Seite gibt es Schätzungen, dass in Deutschland inzwischen bis zu einer Million Drohnen im Umlauf sind, und die können zur Gefahr für die Flugsicherung werden.

Adler in der Drohnenabwehr haben auch ihre Grenzen. Gerade bei Großveranstaltungen ist der Einsatz von Greifvögeln nicht die beste Methode, um Menschenmassen vor einem Drohnenangriff zu schützen. Die Tiere können dort Angst bekommen. Und das haben inzwischen auch Firmen erkannt und andere Systeme entwickelt.

"Gerade bei den Drohnen haben wir rausgefunden, dass die meisten Drohnen gar nicht gesehen werden, weil keiner drauf achtet."
Ingo Seebach, Geschäftsführer von Dedrone

In Deutschland gibt es zum Beispiel die Firma Dedrone aus Kassel. Ihre Technik wurde im US-Wahlkampf und bei den Olympischen Spielen in Rio eingesetzt. Und auch die Justizvollzugsanstalt Halle nutzt sie. Der Mitgründer und Geschäftsführer von Dedrone Ingo Seebach sagt, dass der erste Schritt, sich vor Drohnen zu schützen, die Detektion der Geräte sei. Und darum hat die Firma ein Trackingsystem entwickelt.

Wenn ihr verhindern wollt, dass eure Drohne von einem Adler vom Himmel geholt wird oder dass sie den Luftverkehr behindert – es gibt inzwischen auch eine App von der Deutschen Flugsicherung. Damit könnt ihr checken, wo ihr mit eurer Drohne fliegen dürft und wo nicht.