M.I.A. will ihren Fans keine Merchandising-Produkte mehr verkaufen. Aus politischen und ökologischen Gründen. Stattdessen bietet sie ein DIY-Kit an.

Die Künstlerin M.I.A. ist bekannt für ihre politischen Statements. Das beweist sie unter anderem mit ihrem Song "Borders", den sie im Februar 2016 veröffentlichte. Jetzt geht die Künstlerin einen weiteren Schritt: Zu ihrem neuen Album "AIM" wird es kein offizielles Merchandise geben. Die Sängerin hatte getwittert, dass sie kein Merch anbietet, weil sie nicht möchte, dass für einen Print auf einem T-Shirt oder Hoddie die Umwelt kaputt geht oder Menschen versklavt werden. Damit spielt sie auf die Bedingungen in Sweat Shops an.

Stattdessen bietet sie ein Do-it-yourself-Kit an. Auf ihrer Website können sich ihre Fans die Vektorgrafiken zu fünf Motiven von ihrem aktuellen Album runterladen. Damit kann sich jeder, der das möchte, die Motive auf T-Shirts, Hoodies oder Taschen drucken lassen. Ob sie das auf faire oder konventionelle Ware tun, können und müssen die Fans selber entscheiden.

Kleine Bands brauchen Merch

Dass nicht mehr Bands dem Beispiel von M.I.A. folgen hat einen einfachen Grund: Im Gegensatz zu M.I.A. sind viele kleinere Bands auf die Einnahmen der Merchandise-Verkäufe angewiesen. Ein Verzicht auf diese Einnahmen wäre für sie existentiell. Das macht das Engagement von M.I.A. nicht kleiner, erklärt aber, warum nicht mehr Bands diesem Beispiel folgen können.