Weil die Türkei und Ägypten als Urlaubsländer entfallen, rechnen die Menschen auf der spanischen Baleareninsel Mallorca mit einer Flut an Touristen.

Im vergangenen Jahr haben knapp 14 Millionen Touristen die Insel besucht. In diesem Jahr rechnet das Tourismusministerium mit deutlich mehr. Doch auf der Insel gibt es erhebliche Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Die Staubecken sind nur halb voll. Schon jetzt werden die Meerwasserentsalzungsanlagen in Betrieb genommen.

"Dieses Jahr werden so viele Touristen wie noch nie kommen. Wir haben da eine Grenze erreicht. Wir werden im Sommer Probleme haben, die Leute mit frischem Trinkwasser zu versorgen."
Margalida Ramis, Umweltschützerin

Die Massen verursachen nicht nur Trinkwasserknappheit, sondern auch Müll und Abgase. Die Umweltschützer können die Schäden, die durch den Tourismus entstanden sind, nicht mehr rückgängig machen. Sie können nur versuchen Schlimmeres zu vermeiden.

"Wenn irgendjemand Erfahrung in Massentourismus hat, dann ist es Mallorca."
Alexandra Wilms, Tourismusministerium

Doch der Massenandrang bringt den Mallorquinern kaum etwas, deren Einkommen sinken. Von den 13 Milliarden Euro, die die Urlauber auf der Insel ausgeben, stecken sich die Reiseveranstalter das meiste ein. Die Stimmung auf Mallorca kippt, immer mehr Einwohner haben genug von Touristen.