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Malte Zierden filmt skurrile Momente in der Bahn. Im Interview erzählt er von lustigen und peinlichen Erlebnissen und verrät, wie er es mit dem Datenschutz so hält.

Malte hat ein besonderes Hobby. Er filmt skurille Gespräche in Zügen und teilt die Videos auf Instagram und YouTube: "Das sind teilweise sexuell übergriffige Dialoge von irgendwelchen pubertären Jungs, die es noch nicht besser wissen, bis hin zu betrunkenen Flirtangriffen von Leuten, die Bock haben, im Zug jemanden abzuschleppen." Malte selbst hält sich in der Bahn eher zurück, laute Gespräche vor Fremden sind ihm zum Beispiel eher unangenehm.

"Was Telefonieren in der Bahn angeht, bin ich immer komplett verhalten und flüstere so, als wäre ich ein Geheimagent."
Malte Zierden, filmt heimlich Fahrgastgespräche in der Bahn

Die Gespräche der anderen findet Malte hingegen amüsant und interessant zugleich. Videomaterial hat er jedenfalls genug. Der Hintergrund: Während seines Studiums musste er jeden Tag insgesamt drei Stunden pendeln - viel Zeit für Beobachtungen.

Heftiges Unterhaltungsprogramm

Da wäre zum Beispiel das Mädchen, das laut Malte möglicherweise unter Drogeneinfluss stand und alleine extrem zu ihrer Handymusik abgefeiert hat. Ein anderer Mensch habe sich im Zugabteil sogar nackt ausgezogen. Malte: "Mit dem Niedersachsenticket erlebt man mehr als in irgendeinem Urlaub."

Dass man Maltes Videos auch durchaus kritisch bewerten kann, dessen ist er sich bewusst. Immerhin filmt er die Leute in der Bahn heimlich und damit ohne deren Einverständnis.

"Ich habe gemerkt, dass es etwas ist, was ich nicht langfristig machen kann, weil da immer dieser fade Beigeschmack ist."
Malte Zierden, filmt heimlich Fahrgastgespräche in der Bahn

Er glaubt, dass es wichtig sei, im Internet wahrhaftige Momente zu zeigen. Dennoch ginge es ihm persönlich darum, ein gutes Mittelmaß zu finden und niemandem mit den Videos zu schaden. Ein paar Leute, die Malte gefilmt hat, haben ihn tatsächlich daraufhin angeschrieben. Für die meisten waren die Aufnahmen tatsächlich okay, sagt er: "Bisher kam noch kein negatives Feedback."

Die Lust am Bahnfahren hat Malte trotz all der absurden Erlebnisse noch nicht verloren. Vor allem, weil er während der Fahrt gut arbeiten kann und die Klimafreundlichkeit der Bahn schätzt. Ebenso erfreut er sich immer wieder an so manche Bahndurchsage des Personals: "Die ungewollten Versprecher sind schön und bringen einem zum Lachen."

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