Ein Bücherregal, eine weiße Wand oder viele Pflanzen: Wie wir leben, sagt auch immer etwas über uns aus. Was unsere Einrichtung über uns verrät und wie die sozialen Medien beeinflussen, wie wir wohnen, das besprechen wir in dieser Folge der Ab21.

In den vergangenen Monaten haben wir verdammt viel Zeit zu Hause verbracht. Dort konnten viele von uns auch durch Videoanrufe jeglicher Art einen Einblick in die Wohnungen und Häuser von Menschen bekommen. Ein Blick in fremde vier Wände, der uns unter anderen Umständen oftmals verwehrt geblieben wäre. So überraschte uns die stets bunt gekleidete Kollegin mit ihrer minimalistisch eingerichteten Wohnung. Und der bisher langweilig wirkende Kommilitone beeindruckte mit seinen Fotos aus dem letzten Outdoor-Abenteuer-Urlaub.

"Ich finde es schön, dass man was sehen kann, wenn man bei Leuten zu Hause ist und nicht an die Wand guckt und da ist nur ein Bild."
Kristina Hader über Einrichtung in fremden Wohnungen

Wie andere Menschen wohnen, das würde etwas über ihren Charakter aussagen. Davon ist Kristina Hader überzeugt. Sie betreibt den Instagram-Einrichtungs-Kanal "homeoftwocreatives" und holt sich ihre Inspiration häufig auch in diversen sozialen Medien.

Wohnen und Charakter hängen zusammen

Wir Menschen lieben den Blick durch das fremde Schlüsselloch. Deshalb seien Home-Stories, in denen die Personen über ihre Wohnungen und Häuser charakterisiert werden, auch so erfolgreich, sagt der Kulturwissenschaftler Jochen Eisenbrand.

"Wir wollen mit unserer Einrichtung auch immer etwas von uns selbst zum Ausdruck bringen."
Jochen Eisenbrand über den Zusammenhang von Einrichtung und Charakter

Welches Möbelstück wir wieder besonders gerne kaufen und wie sich unsere Einrichtung im vergangenen halben Jahr verändert hat, erklärt er im Podcast.

Was uns beim Einrichten wichtig ist:

  • Laut der aktuellen Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse hat rund die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ein Interesse an den Themen Wohnen und Einrichten. Der Wert hat sich in den vergangenen vier Jahren kaum verändert.
  • Demnach haben nur rund 18 Prozent wenig bis gar kein Interesse an den beiden Bereichen. Dieser Wert allerdings stieg in der Vergangenheit stets um einige wenige Prozentpunkte an.
  • Eine individuelle Einrichtung ist für 20- bis 30-Jährige besonders wichtig, wie eine aktuelle Studie zeigt. Bei Wohnaccessoires und Haushaltswaren steht jedoch der Nutzen im Vordergrund. Erst bei größeren Anschaffungen wird in dieser Altersgruppe verstärkt auf die Marken-Bekanntheit geachtet.
  • Für die Befragten ist die eigene Wohnung in erster Linie ein Rückzugsort und Ruhepol, um sich dem stressigen Alltag zu entziehen und Kraft zu tanken.

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