Mario Gerth ist Bankkaufmann, Fotograf und reist gerne durch die Welt. Manchmal fällt es ihm schwer, sich auf den Weg zu machen, dann schließt er einfach einen Vertrag mit sich selbst ab und legt das Abreisedatum fest.

Auf seinen Reisen durch Afrika fotografiert Mario Gerth Porträts der letzten Nomaden. Das Langzeitprojekt heißt "Söhne und Töchter des Windes". 2006 ist er mit dem Fahrrad von Kapstadt nach Kairo gereist. Seine Route führte ihn zur Kaisut-Wüste im Norden von Kenia. Die Begegnung mit den Nomaden dort, bleibt unvergesslich für ihn.

"Als ich zum ersten Mal in einem Samburu-Dorf angekommen bin, war ich absolut fasziniert von den geschmückten Kriegern, von den Gesängen und von der Lebensart."

Mario Gerth ist gelernter Bankkaufmann. 2004 packte ihn das Reisefieber. Er kündigte seinen Job, trennte sich von seiner Freundin und setzte sich in Erfurt auf sein Fahrrad und fuhr los.

"Ich hab mich frei gemacht von Dingen, die mich eingeengt haben - Wohnung, Auto und Verträgen - also Dingen, die mich eigentlich belastet haben. Ich wollte dieses Freiheitsgefühl spüren durch und durch."

Er reiste nach Tibet, wo er nach sechs Monaten ankam. Von dort ging es weiter nach Indien, Südostasien, Lateinamerika und Nordafrika. Aus dem halben Jahr, das er ursprünglich unterwegs sein wollte, wurden dann vier Jahre. Jetzt lebt er einen Kompromiss. Er arbeitet immer mal in Deutschland für einige Monate, um das Geld für seine Reisen zu verdienen. Dann setzt er sich aber wieder auf sein Fahrrad und eine neue Reise beginnt.