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Seit Jahren plagt den Journalismus eine große Frage: Wie lässt sich im Internet Geld verdienen? Jetzt gibt es zwei neue Modelle, die viel Spannung versprechen - darunter das oft geforderte "iTunes für Zeitungen".

Einige deutsche Zeitungsmarken sind mit ihren Onlineangeboten hinter eine Paywall geschlüpft. Welchen Erfolg sie damit haben, ist noch nicht ausgemacht, denn Paywalls sind kompliziert: Welche Nutzer sind schon bereit, sich für jedes einzelne Onlineangebot neu zu registrieren, auch wenn sie dort nur einen Artikel lesen möchten? Blendle aus den Niederlanden könnte das ändern: Das Start-up hat es geschafft, einen großen Teil der Tageszeitungen und Magazine hinter nur eine Paywall zu holen. Blendle will auch in Deutschland starten.

Netz: Erst klicken, dann bezahlen

Der Journalist Richard Gutjahr versucht sich an einem neuen Bezahlmodell für Journalismus, zusammen mit dem Start-up LaterPay. Er beschreibt seine Bezahlidee wie einen Abend in einer Kneipe: "Man bestellt drei, vier Bier. Die Anzahl der Getränke wird mit Strichen auf dem Bierdeckel notiert. Am Ende des Abends wird man gebeten, zu bezahlen - und zwar nur exakt das, was man tatsächlich auch konsumiert hat. Bei LaterPay ist das immer dann der Fall, wenn man eine Summe von 5 Euro überschreitet." Die Vorteile und Nachteile der neuen Bezahlmodelle nimmt Henning Bulka genau unter die Lupe.

TV: Deutschland hinter den USA

Mit der Serien- und Filmexpertin Claudia Kern und dem Macher des Fernsehlexikons Michael Reufsteck sprechen wir über die große Frage: Warum hinkt das Fernsehen in Deutschland ständig den USA hinterher? Vielleicht ergeben sich aus diesem Gespräch ein paar Ideen für den neuen Fernsehdirektor des WDR Jörg Schönenborn, der gerade in einem Interview sagte: "Es gibt das beängstigende Phänomen, dass über viele Jahre die Kreativen im Unterhaltungsbereich bei uns entweder nicht angeklopft haben oder bei uns nicht das machen konnten, was erfolgreich wurde."