Adrian ist 19 Jahre alt, wohnt in Pfaffenhofen, mitten im tiefschwarzen Bayern, und ist Abiturient. Weil er bald studieren will und die Bildungspolitik der SPD am überzeugendsten findet, will er auf jeden Fall die Sozialdemokraten wählen. "Ich finde, jeder sollte dieselben Chancen haben", sagt er. Unsere Reporterin Hanna Ender hat Adrian und andere Wähler sowie Nichtwähler getroffen und gefragt, warum sie bei der Bundestagswahl welcher Partei ihre Stimme geben.

Bundestagswahl 2017

Direkt einen Tag, nachdem Martin Schulz Kanzlerkandidat der SPD wurde, ist Adrian in die Partei eingetreten. Er glaubt fest daran, dass Martin Schulz etwas ändern kann im Land. Beispielsweise hofft Adrian, dass sich Schulz für bezahlbaren Wohnraum einsetzt, denn der 19-Jährige will bald in Passau studieren und weiß nicht, wie er sich die teuren Mieten leisten soll. Überhaupt bewegen Adrian die Themen Bildung und soziale Gerechtigkeit sehr. 

"Ich finde besonders gut bei der SPD, dass sie Bildung für alle kostenfrei garantieren will. Ich habe Flüchtlinge bei mir in der Arbeit, die wollen eine Ausbildung zum Sozialhelfer oder so machen. Die müssen sogar noch Geld dafür zahlen."
Adrian Schurius wählt SPD

In seinem Sozialen Jahr in der Asyl-Sozialberatung hat Adrian erlebt, wie überfordert Gemeinden sind und wie viele Probleme es bei der Integration gibt. Er glaubt, dass Kanzlerin Angela Merkel vorschnell gehandelt hat und dass die Verteilung der Flüchtlinge auf europäischer Ebene besser hätte geregelt werden müssen. In diesem Punkt traut er dem erfahrenen EU-Politiker Martin Schulz ein besseres Händchen zu und ist fest entschlossen, den SPD-Kanzlerkandidaten in den letzten Wochen vor der Wahl aktiv zu unterstützen.