Mellum ist eine Düneninsel in der Nordsee. Sie ist eine von drei unbewohnten Inseln im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Pascal ist einer von vier ehrenamtlichen Naturschutzwarten, die in dieser Sommersaison auf der Insel arbeiten und dort Vögel beobachten. Er erzählt über das recht einsame aber auch faszinierende Leben auf Mellum.

Das Abenteuer beginnt mit der Anreise, erzählt Pascal Ertzinger. Mit einem kleinen Boot geht es von Wilhelmshaven aus an die Wattkante von Mellum. "Die Fahrt dauert ungefähr eine bis anderthalb Stunden, je nachdem, wie die Tiede gerade ist, wie der Wind steht", erzählt Pascal. Dann muss Pascal aussteigen und noch einmal anderthalb Kilometer durchs Wasser oder durchs Watt laufen – samt Verpflegung auf dem Rücken.

"An der Wattkante angekommen, steigen wir erst einmal aus ins Watt oder ins Wasser."
Pascal Ertzinger, Naturschutzwart auf Mellum
Naturschutzgebiet auf der einsamen Insel Mellum.
© Pascal Ertzinger

Zusammen mit drei anderen Naturschutzwarten bewohnt Pascal den Sommer über dann ein Haus in den Dünen. Jeder hat sein eigenes Zimmer. In der Küche gibt es eine Pumpe und Filter, mit deren Hilfe sie ihr Trinkwasser gewinnen können. Wenn Pascal duschen möchte, muss er das Wasser zuerst erwärmen und dann kann er in einem kleinen Holzschuppen eine Dusche nehmen.

Leben im Rhythmus mit der Natur

Einen festen Tagesablauf auf Mellum gibt es nicht. Jeder Tag ist anders. Und das Wetter bestimmt, was die Naturschützer machen können und was nicht. "Wir arbeiten im Prinzip immer im Rhythmus der Natur, und das ist auch wieder das Spezielle, was für mich das Leben auf Mellum eben ausmacht", sagt Pascal. Eine Aufgabe, die er dort hat, ist jedenfalls das Vögelzählen. Wenn die Flut kommt, sind weite Teile der 450 Hektar großen Insel überschwemmt. Pascal sagt, dann zieht er sich gerne auf einen kleinen Turm zurück – um zu beobachten und zu genießen.

Wenn ihr mehr über Pascals Arbeit als Naturschutzwart und über seinen Sommer auf Mellum erfahren möchtet, dann hört euch das gesamte Audio an.