Fast das gesamte Bundeskabinett ist nach Israel gereist. Angela Merkel hält an ihrer Haltung zum Siedlungsbau fest. In anderen Fragen wollen die beiden Regierungen enger kooperieren. Dieses Thema und was heute sonst noch alles wichtig ist: das DRadio-Wissen-Update vom 25. Februar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in Israel ein weiteres Mal gegen Siedlungen in Palästinensergebieten ausgesprochen. Der Grund: Die israelische Siedlungspolitik behindert ihrer Ansicht nach einen Frieden im Nahen Osten. Merkel hatte mit ihren Ministern zusammen die israelische Regierung getroffen. Sie spricht sich für eine Lösung aus, bei der die Palästinenser einen eigenen Staat bekommen.

Die Regierungen Israels und Deutschland haben außerdem vereinbart, besser zusammenzuarbeiten. Zum Beispiel sollen sich Israelis im Ausland künftig an die deutsche Botschaft wenden können, wenn sie Hilfe brauchen. Außerdem wollen Deutschland und Israel in Zukunft bei der Suche nach NS-Raubkunst enger zusammenarbeiten.

Klitschko will Präsident werden

Es könnte sein größter Kampf werden: Boxweltmeister Wladimir Klitschko will Präsident der Ukraine werden. Er hat angekündigt, für die Wahl im Mai zu kandidieren. Klitschko gehört zu den Oppositionspolitikern, die den Protest in der Ukraine in den vergangenen Wochen angeführt haben. Auch die Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko will bei der Wahl antreten. Sie war schon einmal Regierungschefin der Ukraine.

Ex-Machthaber Viktor Janukowitsch soll unterdessen nach dem Willen des Parlaments in der Ukraine vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gestellt werden. Mit großer Mehrheit haben die Abgeordneten für eine Resolution gestimmt, in der unter anderem Janukowitsch für den Tod von mehr als 100 Menschen bei den Protesten verantwortlich gemacht wird.

Für großes Aufsehen hat der Fund von Dokumenten gesorgt: Aus ihnen geht angeblich hervor, dass es noch mehr Tote hätte geben können. Den Plänen zufolge sollten mehr als 20.000 Polizisten den Protestplatz in Kiew umstellen und dann auf die Demonstranten feuern.