Nicht nur eine Frage der Technik: Viele der Sportler, die bei den Paralympics in Sotschi antreten, tragen raffinierte Prothesen. Und obwohl diese Geräte voller High-Tech stecken, setzen die Sportler vor allem auf eigene Leistung.

"Die Amputation muss für die jeweilige Sportart relevant sein", erklärt der Biomechaniker Steffen Willwacher von der Sporthochschule in Köln. So habe es zum Beispiel ein Snowboarder, dessen Hand amputiert wurde, einfacher als ein Langläufer mit einer ähnlichen Einschränkung.

"Auch in Zukunft wird es keine Motoren in den Prothesen geben."

Gerade in den vergangenen 20 Jahren hat sich bei der technischen Entwicklung der Prothesen viel getan. Während früher die Modelle aus starren Stahl- oder Aluminiumkonstruktionen bestanden, treten heute Paralympioniken wie Oscar Pistorius mit elastischen und sehr leichten Carbonmaterialien an. Wie genau diese Interaktion zwischen Sportler und passivem Prothesensystem abläuft, wird zurzeit noch wissenschaftlich untersucht, sagt Steffen Willmacher.

Aber der technischen Entwicklung sind auch Grenzen gesetzt, Biomechaniker Willwacher fordert, dass bei der Prothesentechnik nicht nur Maschinen oder gar Motoren entscheidend sein sollten: "Der Sportler sollte im Vordergrund stehen."