Jeder dritte Mobilfunkvertrag in Deutschland läuft schon länger als drei Jahre. Doch ein Wechsel kann sich lohnen - denn heute bekommen wir viel mehr Leistung für unser Geld. Wir sagen euch, worauf ihr achten müsst.

Die Tarife werden vielleicht nicht billiger, aber gerade beim mobilen Surfen bekommen wir heute mehr für unser Geld: Der Preis pro Gigabyte Datenvolumen ist um circa 70 Prozent gefallen. "2015 hat ein Gigabyte Datenvolumen im Schnitt noch 21,22 Euro gekostet. Für das Geld bekommt man heute durchschnittlich über sechs Gigabyte“, sagt unser Reporter Sebastian Sonntag.

Viele Verträge veraltet

Jeder dritte Mobilfunkvertrag in Deutschland läuft länger als drei Jahre. Das liegt vor allem daran, dass viele Menschen vergessen, rechtzeitig zu kündigen.

"Die meisten Verträge müssen drei Monate vor Ablauf gekündigt sein. Macht man das nicht rechtzeitig, verlängert sich der Vertrag meistens um ein weiteres Jahr."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk Nova

Damit ihr die Frist nicht verpennt: Macht euch eine Erinnerung ins Handy, seit Oktober 2016 könnt ihr Verträge auch per Mail kündigen.

Kenn deine Bedürfnisse

Ein Blick in die Mobilfunkrechnung verrät: Wie viel telefoniere ich und wohin? Welche Dienste nutze ich im Netz? Reicht mein Datenvolumen aus, oder überziehe ich jeden Monat? Wenn du kaum SMS verschickst, weil du andere Dienste wie Whatsapp und Co. nutzt, dann brauchst du auch keine SMS-Flat. Wenn du kein LTE-fähiges Gerät hast, brauchst du  auch kein LTE. 

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"Mittlerweile gibt es auch immer mehr Verträge, die nur einen Monat Laufzeit haben", sagt Sebastian. Der Vorteil: Du kannst flexibel auf deine Bedürfnisse reagieren. Und wenn das Datenvolumen nicht reicht, kannst du einen Monat später in einen anderen Tarif wechseln.

"Günstiger sind häufig nach wie vor die Tarife mit 24 Monaten Laufzeit."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk Nova

Wer sich für einen 2-Jahres-Vertrag entscheidet, der sollte darauf achten, dass er modular aufgebaut ist: Dass man zum Beispiel LTE dazubuchen kann, wenn man es braucht oder das Datenvolumen erhöhen kann.

Mit oder ohne Handy?

Prepaidanbieter locken mit immer günstigeren Angeboten. Doch meistens können die nur eine Sache wirklich günstig: also entweder surfen, flat telefonieren, oder sie sind günstig fürs Ausland, sagt Sebastian. Zwar hast du dabei deine Kosten gut unter Kontrolle. Wichtig bei Prepaid ist aber auch: Wer ist der Provider? Welches Netz steckt dahinter? Hat das bei mir auch eine gute Abdeckung?

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Entscheidest du dich für einen solchen Tarif, dann hast du die Auswahl zwischen 'mit Handy' und 'ohne Handy'.

"Meistens sind die Handys im Mobilfunktarif nicht günstiger, als wenn du sie einzeln kaufen würdest. Sie werden nur quer finanziert über die monatliche Grundgebühr, die dann entsprechend teuer ist."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk Nova

Oft bleibt die monatliche Grundgebühr auch nach Ablauf der 24 Monaten die gleiche, obwohl das Handy dann schon abgezahlt ist. Dann lieber doch einen Tarif ohne Handy wählen und ein neues im Netz kaufen, empfiehlt Sebastian: "Da findet man auch eher Schnäppchen. Und vielleicht tut es das alte Handy ja auch noch ein bisschen länger."