Die Initiative Mobility Inside möchte dafür sorgen, dass wir in Zukunft keine eigenen Verkehrsmittel mehr brauchen. Sie arbeitet an einer App, mit der wir alles mieten können, was wir zur Fortbewegung brauchen. Und zwar deutschlandweit.

Kein eigenes Auto, kein eigenes Fahrrad - in Städten ist das schon jetzt kein Problem. Car-Sharing, Miet-Fahrräder, Bus und Bahn bringen uns zuverlässig überall hin. Doof nur, dass wir für jedes Angebot eine eigene App brauchen. Das macht die ganze Geschichte etwas umständlich. Genau hier setzt die Initiative "Mobility Inside" an.

Sie hat bei den Menschen nachgefragt, die zum Beispiel häufig im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind, was sie sich für die Zukunft wünschen, und arbeitet an einer App, die alle Angebote in nur einer App verknüpfen soll. Zum Beispiel mit dem Miet-Rad zur Bahn, mit der Bahn in die nächste Stadt und von da via Car-Sharing zur Oma aufs Land. Intermodales Routing nennt sich das.

Erst die Stadt, dann das Land

Ziel ist es vor allem, die Verkehrsbelastung in den Städten zu reduzieren. Denn, sagt Marc Schelewsky, der das Projekt für Innoz betreut, gerade die Verknüpfung der regionalen ÖPNV-Anbieter ist eine Herausforderung. Ins Leben gerufen hat die Initiative der Verband deutscher Verkehrsunternehmen.

"Sicherlich ist die Zielgruppe, die das zuerst nutzen wird, in den Städten zuhause. Weil da Car- und Bike-Sharing schon geübte Praxis ist."

Noch ist die App allerdings Zukunftsmusik. Denn bis die Entwicklungsphase beendet ist, wird es noch mindestens ein Jahr dauern. Und auch das Auto wird deshalb längst nicht aus den Städten verschwinden. Aber es wird an Bedeutung und sein Image als Statussymbol verlieren, sagt Marc Schelewsky. Stattdessen wird es Mittel zum Zweck, nämlich um Strecken zu überwinden. Das macht das Teilen wesentlich einfacher.

Links zum Thema Mobilität: