Wenn der Postbote ein Paket mit neuen Klamotten überreiche, erzählt Jan, dass er gefühlsmäßig einem Orgasmus nahe sei. Der Modestudent liebt Shopping, trotzdem seien ihm die ökologischen Auswirkungen nicht egal.

Wenn Jan nach einem langen Tag abends im Bett liege, suche er online nach neuer Mode-Inspiration und bestelle auch einmal in der Woche neue Kleidung. Am meisten Geld gebe er für Schuhe aus und beschreibt sich selbst mit 170 bis 200 Paar als schuhsüchtig.

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Auf seinem Instagram-Account postet Jan regelmäßig Bilder von seinen extravaganten Outfits oder wenn er beim Online-Shopping mal so richtig ausgerastet ist und fünf Riesenpakete bestellt hat: "Für ein Fotoshooting habe ich ein Outfit gesucht, deshalb habe ich mehr gekauft, als ich brauche." Solche Eskalationen würden alle paar Monate vorkommen – die meiste Kleidung habe er aber wieder zurückgeschickt.

Jan sagt zwar, dass sei für ihn wie ein Orgasmus, wenn der Postbote klingele, der eigentlich Online-Shopping-Höhepunkt sei aber ein anderer: "Wenn ich die Pakete auspacke, den Geruch rieche und die Teile das erste Mal in der Hand halte."

"Ich vermeide günstige und schlecht produzierte Klamotten."
Jan studiert Modedesign

Als Modedesign-Student sei er sich aber auch bewusst, welche ökologischen Konsequenzen die Branche mit sich bringt: "Die Modeindustrie hat einen schlechten Fußabdruck und das wird sich nicht so schnell ändern."

Secondhand für mehr Nachhaltigkeit

Jan versuche möglichst viele Kleidungsstücke Secondhand zu kaufen und nur Dinge online zu bestellen, die er schnell braucht oder gebraucht nicht findet. Mit seiner Größe 46/48 sei das nachhaltige Einkaufen allerdings nicht so einfach.

Außerdem lege er viel mehr Wert auf Qualität und Produktion, seit er sich inhaltlich viel mit Mode beschäftige. Dass auch dieser mehr wertschätzende Weg des Shoppings, Konsum ist, weiß Jan. Kleidung ist aber auch Teil seines Jobs, zum Beispiel mit Outfits-Posts bei Instagram. Er geht auf Veranstaltungen, Partys oder Fashion-Shows und braucht dafür den richtigen Style.

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Kleidungsstücke, die im Schrank liegen und nie getragen werden, gibt es bei Jan nicht. Schließlich braucht er Platz im Schrank für seine Lieblingsklamotten. "Ich habe nur eine Schrankleiche. Ich finde das Teil super geil, aber ich passe einfach nicht rein."

Während des ersten Corona-Lockdowns hat Jan beobachtet, dass er mehr bestellt hat als sonst. Er habe mehr Rabatte und Aktionen gesehen und wäre mehr online gewesen: "Ich habe durch Corona Jobs verloren, musste finanziell aufpassen und habe trotzdem mehr gekauft als vorher."

"Ich kaufe fast nur noch Einzelstücke online oder wenn ich etwas schnell brauche. Sonst liebe ich es, durch secondhand Läden zu stöbern."
Jan studiert Modedesign

Shoppen ist für Jan mehr als Konsum, es ist ein Hobby und ein Highlight, das er immer wieder erleben möchte, und dazu steht er auch: "Ich könnte kein ganzes Jahr ohne shoppen durchhalten."