Martin Krinner hasst das Monopoly-Brettspiel. Aber vielleicht hat er seinen Spaß mit viel Bling Bling, lustigen Animationen und digitaler Interaktion? Der DRadio-Wissen-Reporter probiert gemeinsam mit seiner Freundin Inga die Monopoly-App aus.

Mensch ärgere dich nicht, Risiko und Monopoly. Das sind die drei Spiele, die man ruhigen Gewissens hassen kann. Vermutlich gibt es kein Brettspiel, das mehr Freundschaften und Beziehungen zerstört hat, als diese Unruhestifter. Monopoly zum Beispiel. Vollblut-Kapitalist sein, die Mitspieler über den Tisch ziehen, horrende Mieten von ihnen verlangen - wer kann auf so ein Spiel schon Lust haben? Unser Reporter Martin Krinner jedenfalls nicht.

"Spätestens nach 20 Minuten denke ich mir: 'Och, einfach mal unterhalten, wäre jetzt schön.'"
DRadio-Wissen-Reporter Martin Krinner

Wenn es um Computerspiele geht, sieht das anders aus. Die gehen. Also wagt Martin den Selbstversuch, lädt die Monopoly-App und will sich mit seiner Freundin Inga einen Spieleabend machen. Da liegt nun das Smartphone auf dem Tisch und die beiden drücken drauf herum. Inga ist der Hund, Martin die Schubkarre. Wer dran ist, muss das Telefon schütteln, um zu würfeln.

Monopoly ist immerhin voll süß

Martin kauft die Chausseestraße, was vollautomatisch funktioniert. Enttäuschung macht sich breit. Das Spannende an Monopoly, sagt Martin, sei doch der riesige Geldbündel, den der Spieler vor sich auf dem Tisch liegen hat. In der App gibt's die Kohle nur im Display. Ernüchternd. Aber es ist auch nicht alles schlecht am digitalen Monopoly, stellt Inga fest: "Wenn ich auf den Hund drücke, dann kratzt der sich. Das ist voll süß." Das war's aber auch schon. Martin wird kein Monopoly-Fan.